Papst und Rajoy sprechen über die Wirtschaftskrise in Spanien

Gestern Vormittag empfing der Heilige Vater den spanischen Premierminister in Audienz

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 388 klicks

Die Wirtschafts- und Beschäftigungskrise bildete eines der Kernthemen der Begegnung zwischen Papst Franziskus und dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy Brey, die am Vormittag des 15. April 2013 im apostolischen Palast des Vatikans stattfand.

Anschließend traf das spanische Regierungsoberhaupt mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und dem Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, Msgr. Dominique Mamberti, zusammen.

In einer Presseaussendung des Heiligen Stuhls wurde folgendermaßen darüber berichtet: „In einer von Herzlichkeit geprägten Atmosphäre ermöglichten die Gespräche einen Meinungsaustauch über die für Spanien, ebenso wie für andere europäische Länder, schwierige globale Wirtschafts- und Finanzlage. Diese hat eine schwerwiegende Beschäftigungskrise hervorgebracht und belastet viele Familien und vor allem junge Menschen.“

Vor dem Hintergrund dieser Krise wurde die „Nähe der Kirche“ bekundet und die von der Caritas gemeinsam mit weiteren karitativen kirchlichen Vereinigungen zugunsten der Bedürftigsten vollbrachte „bemerkenswerte Arbeit“ zur Kenntnis genommen.

Papst Franziskus und Rajoy nahmen auch Bezug auf die derzeitige politisch-institutionelle Ordnung des Landes und erkannten die „Notwendigkeit, im Sinne des Allgemeinwohls eine gesellschaftlichen Dialog zwischen allen Mitgliedern zu führen, der im gegenseitigen Respekt gründet und Werten wie Gerechtigkeit und Solidarität Beachtung schenkt.“

Während der Unterredung wurden die „guten bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Spanien“ hervorgehoben. Diese hätten im Geiste der Abkommen von 1979 eine stetige Festigung erfahren. Dies betreffe auch aktuelle Fragen und für die Kirche des Landes relevante Aspekte.

Zu den Diskussionsgegenständen zählten die Institution der Ehe und der Familie und die Bedeutung der religiösen Erziehung. Den Abschluss des Gesprächs bildete eine kurze Betrachtung der internationalen Lage mit besonderem Schwerpunkt auf Lateinamerika.