Papst vertraut Jugendliche der Gottesmutter an: sie sollen Boten des Friedens sein

Begegnung im Rahmen des WJT

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VATIKAN, 11. April 2003 (ZENIT.org).- Am Donnerstag Nachmittag vertraute Papst Johannes Paul II. die Jugendlichen der Welt der Jungfrau und Gottesmutter Maria an. Es war ein festlicher Anlass, bei dem etwa 40.000 Jugendliche der Diözese Rom und der umliegenden Diözesen zugegen waren.



Der Heilige Vater überreichte den Jugendlichen einen Rosenkranz zum Geschenk, auf dass sie zu Gott für den Frieden beten mögen. Diese Feier fand im Rahmen des Weltjugendtages 2003 statt, der am Palmsonntag in verschiedenen Diözesen der Welt seinen Höhepunkt und Abschluss haben wird.

Es waren Jugendliche aus Toronto gekommen, wo im Juli vergangenen Jahres der Weltjugendtag stattgefunden hatte, und sie brachten das Jugendkreuz zusammen mit einer Marienikone wieder in das Atrium der Peterskirche.

Am kommenden Palmsonntag werden die kanadischen Jugendlichen das Kreuz des Weltjugendtages an deutsche Jugendliche übergeben, die es nach Deutschland bringen, wo es bis zum Weltjugendtag 2005 in Köln zuvor im ganzen Lande von Bistum zu Bistum wandern wird.

Die Jugendlichen auf dem Petersplatz mussten immer wieder herunterprasselnde Regengüsse über sich ergehen lassen. Vor und nach der Begegnung mit dem Papst hörte man Zeugnisse und Liedbeiträge italienischer Künstler erster Kategorie.

"Wir sind jung" sagte der Papst, seine Ansprache unterbrechend, um die Jugendlichen zu ermuntern, dem Regen zu trotzen.

Bei der anschließenden Weihe der Jugend an Maria sagte der Heilige Vater, dass die Jugendlichen "dieses Jahrhunderts zu Beginn des neuen Jahrtausends immer noch die Qualen der Sünde durchleben, nämlich Hass, Gewalt, Terrorismus und Krieg".

"Maria, hilf ihnen, ihrer Berufung gerecht zu werden. Führe sie zur Kenntnis der wahren Liebe und segne alles, was sie fühlen und empfinden. Stehe ihnen im Leiden bei und mach sie zu unerschrockenen Boten der Heilsbotschaft Christi am Ostertage. Der Friede sei mit euch!".

"Und mit ihnen vertraue auch ich mich erneut Dir an und mit voll Zuversicht bekenne ich Dir abermals: "totus tuus"".

In seiner Ansprache erinnerte der Papst, das Protokoll verlassend, an seine Jugend während des Zweiten Weltkrieges, als Polen von den Nazis besetzt war. So überantwortete er den Jugendlichen zudem die Aufgabe, "sich für den Frieden einzusetzen".

"In dieser schweren Stunde der Geschichte, in der Krieg und Terrorismus die Eintracht unter den Menschen und Religionen bedrohen, möchte ich euch Maria anvertrauen, auf dass ihr zur Triebkraft der Kultur des Friedens werdet, was heute mehr denn je von Nöten ist".