Papst würdigt die große Opferbereitschaft der Freiwilligen als echten Dienst der Liebe

Volunteer: Kommen Sie wieder, Sie sind hier zu Hause

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MADRID, 22. August 2011 (ZENIT.org). - Vor seiner Rückkehr nach Rom war es dem Papst ein besonderes Anliegen, mit den ehrenamtlichen Helfern des Weltjugendtags zusammentreffen, um ihnen persönlich seinen herzlichen Dank auszudrücken, denn mit ihrem Dienst hätten sie „dem Weltjugendtag das Gesicht der Liebenswürdigkeit, des Wohlwollens und der Sorge für die anderen gegeben“.

Um 17.30 Uhr hatte er vor seinem Abflug die Gelegenheit, 12.000 der 40.000 freiwilligen Helfer zu treffen.

„Danke, dass sie bei uns waren, Heiliger Vater, kommen sie wieder, wann immer sie wollen, dies ist ihr zu Hause und die Türen stehen ihnen immer offen“, so ein Freiwilliger in seinen Dankworten an den Papst.

„Ich war bei dem WJT in Köln dabei und war beeindruckt von dem Mut, mit dem die Menschen ihren Glauben bekennen und ausdrücken, von der Stille und dem Enthusiasmus, mit dem sie Ihnen zuhören“.

Benedikt XVI. bezeichnete in seiner Ansprache es nicht nur als ein „Gebot der Gerechtigkeit“, sondern auch als „ein Herzensanliegen“, den freiwilligen Helfern seine Dankbarkeit zu bekunden. Sie seien nicht nur gegenüber den Pilgern, sondern auch gegenüber dem Papst selbst aufmerksam gewesen.

Der Papst würdigte ausdrücklich die sichtbaren und auch die im Hintergrund geleisteten Bemühungen und den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer. Mit ihrer Arbeit und mit dem Gebet hätten sie „das wunderschöne, vielfarbige Bild dieses Weltjugendtags gewebt“.

Der Heilige Vater wies auf die Opferbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer hin: Viele hätten darauf verzichten müssen, selbst an den Veranstaltungen teilzunehmen, da sie mit anderen Aufgaben beschäftig gewesen seien. Doch für den Papst hätten sie in diesem Verzicht das Evangeliums gelebt: „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein“ (Mk 9,35).

Der Papst drückte seine Überzeugung aus, dass diese Erfahrung als Freiwillige alle in ihrem christlichen Leben bereichert habe, das grundsätzlich ein Dienst der Liebe sei. Der Papst versicherte den Helfern: „Der Herr wird eure angesammelte Müdigkeit, die Sorgen und die Last vieler Augenblicke in Früchte christlicher Tugenden verwandeln: in Geduld, Milde, Freude in der Hingabe an die anderen, Bereitschaft, den Willen Gottes zu tun.“

Der Papst ermutigte die ehrenamtlichen Helfer, bei ihrer Rückkehr in den Alltag „diese frohe Erfahrung in euren Herzen zu bewahren und jeden Tag in eurer Selbsthingabe an Gott und an die Menschen weiter zu wachsen“.

Abschließend forderte der Heilige Vater diejenigen auf, die jetzt einen Anruf Jesu in sich verspürten, sich vom Herrn führen zu lassen und sich freiwillig in seinen Dienst zu stellen. „Das ist es, was der Papst in diesem Abschied von euch erbittet: dass ihr mit Liebe dem antwortet, der sich aus Liebe für euch hingegeben hat.“

Kardinal Antonio Maria Rouco Varela sagte: „Wir haben in den vergangenen Tagen oft von den Lippen der jungen Leute gehört ‚Wir lieben dich, Heiliger Vater‘. Jetzt sagen wir noch einmal: ‚Wir lieben Sie, segnen Sie uns!‘“

(is)