Papst zeichnet Feminismus im Lichte des heiligen Thomas von Aquin aus

Werk der jungen Amerikanerin Pia Francesca de Solenni

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VATIKAN, 8. November 2001 (ZENIT.org).- Der Heilige Vater hat am Donnerstag Morgen den von ihm 1995 gestifteten Kulturpreis der Päpstlichen Akademie der jungen Anthropologin Pia Francesca Solenni aus den USA überreicht.



Der Preis ist mit 30.000 Dollar dotiert. De Solenni hat ihn für die Verteidigung ihrer Doktorthese an der Heilig-Kreuz-Universität in Rom erhalten. Sie analysierte feministische Theorien im Lichte der Lehre des heiligen Thomas von Aquin.

Sie wurde vom Koordinationsrat der Päpstlichen Akademie für den Preis auserkoren und war eine von vielen Anwärtern, die sich in den letzten Jahren durch wissenschaftliche oder kulturelle im christlichen Denken verwurzelte Beiträge auszeichneten.

Die Doktorarbeit von De Solenni wurde in der Reihe "Apollinare Studi" unter dem Titel "A Hermeneutic of Aquina´s Mens through a Sexually Differentiated Epistemology. Towards an Understanding of Woman as imago Dei" veröffentlicht.

Die Autorin hebt die Originalität der thomistischen Anthropologie hervor. Zugrunde liegt die Überzeugung, dass Mann und Frau nach dem Abbild Gottes geschaffen wurden.

Diese imago dei begründet die spezifische Bestimmung des Menschen, welche in der Erkenntnis und der Betrachtung liegt.

Der Heilige Vater hat auch eine Medaille seines Pontifikates dem frischgebackenen Dr. theol. Johannes Nebel überreicht, der über die Entwicklung des Messritus in den verschiedenen "Ordines Romani" promoviert hat. Es handelt sich um eine äußerst minuziöse These, die der junge Akademiker mit großer Beharrlichkeit im Päpstlichen Athenaeum von Sant´ Anselmo in Rom verteidigt hat.