Papst zu IFAD: Arbeit auf ethische Grundlage stellen

Bäuerliche Familien sind das Herz

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 782 klicks

Vom 13. bis 14. Februar 2013 findet in Rom die 36. jährliche Versammlung des Rates für das Governatorat des Internationalen Fonds für Agrarwirtschaftsentwicklung (IFAD) statt. Das Thema dieses Jahr lautet: „Die Kraft der Zusammenarbeit: Bildung einer Allianz für eine nachhaltige Agrikultur der Familie“. An der Versammlung nehmen auch Vertreter der Regierungen Chinas und Italiens teil.

Papst Benedikt XVI. hat zu diesem Anlass eine Botschaft an Kanayo F. Nwanze, Präsident des IFAD, gesendet, die zu Beginn der Versammlung verlesen wurde.

Der Papst richtete die Aufmerksamkeit auf den Beginn der Fastenzeit und die Lehre Christi „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. Die katholische Kirche lade dazu ein, die Güter mit den weniger Bevorzugten zu teilen.

Von größter Bedeutung sei es, dass der Fond sich nicht nur an die wirtschaftlichen und finanziellen Prinzipien halte, sondern dass seine ganze Arbeit auf einer ethische Grundlage basiere. Die IFAD habe bereits mit ihren zinslosen Krediten für die Ärmsten der Armen eine gute Initiative gestartet.

Es gehe nicht nur um die Bekämpfung von Armut und Hunger, sondern auch um Förderung von Arbeitsmöglichkeiten und die Einrichtung von entscheidungstreffenden Instanzen. Dies sei vor allem für Afrika nötig, wo beispielsweise die „Landkredite“ großen Erfolg verzeichneten.

Diese zielen darauf ab, Bauern mit kleinen Einkommen mit den wesentlichsten finanziellen Ressourcen auszustatten und ihnen Teilnahme an administrativen Entschlüssen zu ermöglichen.

Weiterhin habe die katholische Kirche „die Zentralstellung der Agrar-Arbeiter hervorgehoben und die Wichtigkeit, konkrete politische und wirtschaftliche Aktionen zu unternehmen, sie zu unterstützen.“

„Ich freue mich darüber, dass der Fond die Rolle der Bauern unterstreicht, als Individuen und als Gruppe, damit sie in den Mittelpunkt der Gemeinschaften des Landes treten können“, so Benedikt.

Der Papst erinnerte auch daran, dass das nächste Jahr der Vereinten Nationen im Zeichen der ländlichen Familie stehe. Die IFAD wisse aus Erfahrung, dass die Familie das Herz der sozialen Gemeinschaft darstelle und die Unterstützung ihrer Lebensbedingungen dem Staat helfe. Bauern müssten mit einer soliden persönlichen und beruflichen Bildung versehen werden. Dann werde es nicht nur wirtschaftliches Wachstum geben, sondern auch das Streben nach legitimen Agrarreformen, um eine nachhaltige Kultivierung der Ländereien zu sichern.

Mit dem Wunsch, dass die IFAD weiterhin in der Solidarität mit den Ärmsten voranschreite und mit nachhaltigen Entscheidungen einer hoffnungsvollen Zukunft entgegengehe, schloss Benedikt XVI. seine Botschaft.