Papst zu seiner 23. Auslandsreise aufgebrochen

Ältester Papst in der Kirchengeschichte, der eine Auslandsreise unternimmt

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ROM, 23. März 2012 (ZENIT.org). - Papst Benedikt XVI. ist heute Morgen um 9.30 Uhr zu seiner 23. Auslandsreise nach Mexiko und Kuba aufgebrochen (ZENIT berichtete). Er fliegt mit einer Maschine der Alitalia von Rom-Fiumicino nach Silao/Guanajuato in Mexiko. Es ist seine erste Reise in die Region des spanischsprachigen Amerika.

Für 16.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MEZ) ist die Begrüßung am Aeropuerto Internacional de Guanajuato vorgesehen. Der Papst fährt von dort im Papamobil die mehr als 30 Kilometer lange Strecke zum Stadtzentrum von León, die mit 1,5 Millionen Einwohnern die siebtgrößte Stadt Mexikos ist. Während seines dortigen Aufenthalts wird Benedikt XVI. im katholischen Oberstufenkolleg „Colegio Miraflores“ wohnen, das von dem spanischen Schwesternorden „Esclavas de la Santisima Eucaristia y de la Madre de Dios"geführt wird. Gegründet wurde der Orden 1925 in Granada.

Insgesamt wird der Heilige Vater in Mexiko und Kuba fünf Städte besuchen. Im Vorfeld dieser sechstägigen Pastoralreise ist auch die traditionelle Mittwochs-Generalaudienz im Vatikan ausgefallen. Die Reise birgt in der Geschichte der Päpste eine Besonderheit: Mit seinen fast 85 Jahren ist Benedikt XVI. der älteste Papst, der eine Auslandsreise unternimmt.

Am Samstag, dem 24. März, wird der Papst am Abend im historischen Palast Casa del Conde Rul von Guanajuato, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats, mit dem mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderón zusammentreffen. Anschließend wird er auf der Plaza de la Paz einen Gruß an Kinder richten.

Am Sonntag, dem 25. März, wird der Papst im Messezentrum Parque Guanajuato Bicentenario in Silao die Messe zelebrieren. Sie wird im Zeichen des von der Kirche am 25. März begangenen Hochfest der Verkündigung des Herrn (Annuntiatio Domini) stehen. Zu dem Gottesdienst, der als zentrales Ereignis der Papstreise angesehen wird, werden bis zu 1,5 Millionen Menschen erwartet.

Am Nachmittag wird Benedikt XVI. mit den Bischöfen Lateinamerikas in der Kathedrale von León die Vesper beten. Seine bei dieser Gelegenheit geplante Ansprache zur kirchlichen und gesellschaftlichen Situation des Landes wird mit Spannung erwartet.

Am Montag, dem 26. März, fliegt Benedikt XVI. von Silao nach Santiago de Cuba weiter. Dort wird er von Staatspräsident Raul Castro und dem Vorsitzenden der kubanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Dionisio Garcia Ibáñez, offiziell empfangen. Vom Flughafen fährt der Papst im Papamobil zur Plaza Antonio Maceo, um einen Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern. Er steht im Zeichen der 400-Jahr-Feiern des Auffindens der Marienstatue der Barmherzigen Jungfrau von El Cobre (Virgen de la Caridad del Cobre), der Patronin des Landes.

Am Tag darauf wird der Papst am Morgen das in El Cobre gelegene Wallfahrtszentrum Santuario de la Virgen de la Caridad besuchen. Zu dem Heiligtum gehören die Wallfahrtkirche selbst, ein Pilgerzentrum, ein Gästehaus, ein Exerzitienhaus sowie ein Kloster. Es zählt ca. 500.000 Pilger pro Jahr.

Danach wird er in die Hauptstadt Havanna weiterreisen, wo ihn Kardinal Jaime Ortega am Flughafen „José Martí" Willkommen heißen wird. Im Palast der Revolution ist ein Treffen mit Staats- und Ministerratspräsident Raúl Castro vorgesehen. Für den Abend steht ein gemeinsames Essen mit den kubanischen Bischöfen in der Nuntiatur auf dem Programm, wo Benedikt XVI. auch wohnen wird.

Der Gottesdienst am Mittwoch, dem 28. März, 9 Uhr (16 Uhr MEZ), auf der Plaza de la Revolución von Havanna ist dann Höhepunkt des Kuba-Aufenthaltes. Für den Nachmittag (16.30 Uhr Ortszeit) ist die Abschiedszeremonie vorgesehen. Der Papst wird am Folgetag um 10.15 Uhr in Rom-Ciampino zurückerwartet.

Der erste Papstbesuch im kommunistischen Kuba fand im Januar 1998 durch den sel. Johannes Paul II. statt. [jb]