Papstaufruf zur Versöhnung in Venezuela

Bitte um Weg der Verständigung und der Versöhnung

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 233 klicks

In einer Grußbotschaft anlässlich des Nationalfeiertags vom 5. Juli rief Papst Franziskus zu Gerechtigkeit, Eintracht und gegenseitigem Verständnis in der Gesellschaft Venezuelas auf. Das an den venezolanischen Präsident Nicolas Maduro gerichtete Schreiben, das über die Nuntiatur in Caracas an die Regierung des Landes übermittelt wurde, trägt das Datum vom 20. Juni, wurde jedoch erst am Wochenende veröffentlicht. Der Papst bittet den Präsidenten, den Weg der Verständigung und der Versöhnung für das südamerikanische Land einzuschlagen.

Bereits im April hatte Papst Franziskus im Konflikt zwischen der Regierung von Präsident Maduro und dem nationalen Oppositionsbündnis zu einer Überwindung der „Polarisierung“. In seiner Osterbotschaft hatte er zu einem Ausgleich aufgerufen. Ende April führte der Papst schließlich ein längeres Gespräch mit dem Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Liberato Urosa Savino, im Vatikan. 

Die venezolanische Regierung hatte den Vatikan in der aktuellen Krise in Venezuela um eine Art Vermittlerrolle gebeten. So nimmt der Apostolische Nuntius in dem südamerikanischen Land, Erzbischof Aldo Giordano, an Verhandlungen zwischen Regierung und Oppositionellen teil. Ursprünglich soll das Außenministerium in Caracas den vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin an den Verhandlungstisch geladen haben, der von 2009 bis zu seinem Wechsel an die Kurienspitze in Rom 2013 Botschafter des Vatikans in Venezuela war.