Papstbesuch in Kuba: Kirche in Not stiftet 250.000 Rosenkränze

Zudem 15.000 Begleitbüchlein und 10.000 Exemplare der Prayerbox

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KÖNIGSTEIN, 21. März 2012 (ZENIT.org/KIN). - Anlässlich des bevorstehenden Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Kuba vom 26. bis 28. März und des 400. Jahrestags der Entdeckung der Marienfigur „Barmherzige Jungfrau von El Cobre“ finanziert das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ 250.000 Rosenkränze für die Katholiken in Kuba.

Wie das Hilfswerk heute in München mitteilt, werden zudem eine viertel Million Faltblätter und 15.000 Büchlein zum Rosenkranz sowie 10.000 Exemplare der „Prayerbox“ für die Gläubigen in dem Karibikstaat zur Verfügung gestellt. „Trotz des seit mehr als 50 Jahren anhaltenden Kommunismus und des staatlich verordneten Atheismus hat der katholische Glaube in Kuba überlebt. Der Hunger nach Gott ist weiterhin groß. Mit dieser Hilfe bringen wir die Neuevangelisierung in Kuba voran“, so die Geschäftsführerin von „Kirche in Not“ Deutschland, Karin Maria Fenbert.

Von den 250.000 Rosenkränzen werden 100.000 Exemplare in die Diözese Santiago de Cuba, in der der Wallfahrtsort El Cobre liegt, geliefert. Weitere 60.000 Rosenkränze erhält das Erzbistum Havanna, wo Papst Benedikt XVI. den Abschlussgottesdienst seiner Reise feiern wird. Die übrigen 90.000 gehen an die neun weiteren Diözesen in Kuba. Die Rosenkränze sollen in Pfarreien und auch am Wallfahrtsort El Cobre zu einem geringen symbolischen Preis verkauft werden. Die Einnahmen fließen in die Renovierung und Erweiterung des Wallfahrtszentrums ein, die von „Kirche in Not“ ebenfalls unterstützt werden.

Zusammen mit den speziell gefertigten Rosenkränzen werden die 250.000 Faltblätter verteilt, um die Geheimnisse des Rosenkranzes zu vertiefen, so Fenbert. Für junge Beter werden die 15.000 Ausgaben des Büchleins „Wir Kinder beten den Rosenkranz“ an die Kubanische Bischofskonferenz ausgeliefert. Das zentralkubanische Bistum Cienfuegos erhält zehntausend spanische Ausgaben der „Prayerbox“, die in Kuba als „Cofre de Oración“ verteilt werden. Sie werden ebenfalls für einen symbolischen Preis in Kuba verkauft. Die „Prayerbox“ enthält ein kleines Kreuz, ein Weihwasserfläschchen, einen Rosenkranz und einen Begleitzettel mit den Hauptgebeten und wird vom den deutschen Büro von „Kirche in Not“ herausgegeben.

In diesem Jahr feiert Kuba die Entdeckung der Marienstatue der „Barmherzigen Jungfrau von El Cobre“ vor 400 Jahren. Die kleine Holzfigur war 1612 von drei Salzsuchern in der Bucht von Nipe im Nordosten des Landes gefunden und nach Cobre gebracht worden. Von dort breitete sich die Verehrung der „Barmherzigen Jungfrau“ über die ganze Insel aus. Heute wird die Gottesmutter als Schutzpatronin von Kuba verehrt. Jährlich pilgern rund eine halbe Million Menschen zum Wallfahrtszentrum in El Cobre. Papst Benedikt XVI. wird den Wallfahrtsort am 27. März im Rahmen seiner Kubareise besuchen.