Papstbesuch: Malteserärzte für den Heiligen Vater im Einsatz

Tipps für Pilger

| 1079 klicks

FREIBURG, 16. September 2011 (ZENIT.org/Malteser). – Bei dem anstehenden Deutschlandbesuch des Papstes werden die Malteser in Erfurt, Etzelsbach und Freiburg nicht nur für die sanitätsdienstliche Versorgung der Pilger zuständig sein, sondern auch als „VIP-Retter" für Papst Benedikt XVI., wie sie berichten.

Bereits ab der Ankunft des Heiligen Vaters auf dem Flughafen in Erfurt werde Dr. Burkhard Pfaff, Malteser Notarzt und Allgemeinmediziner, für ihn zuständig sein – wie schon 2006 beim Papstbesuch in Bayern. Der 45-Jährige habe schon mit der Vorbereitung begonnen: „Ich habe mir die Übertragungen vom Weltjugendtag in Madrid angeschaut. Es hat mich beeindruckt wie fit und geistig rege der Heilige Vater ist – dabei dürfte man es mit 84 schon ein wenig langsamer angehen lassen."

Der Einsatz werde in enger Abstimmung mit dem Leibarzt aus dem Vatikan ablaufen, ein erstes Gespräch werde noch am Flughafen stattfinden. Pfaff geht nicht davon aus, dass die Sicherheitsbestimmungen die Arbeit erschweren werden.

„Alle Sicherheitsüberprüfungen finden vorher statt, auch von Equipment und Fahrzeugen. Da ich jetzt auch einen Rettungsassistenten mit im Team habe, sind wir jederzeit im Notfall in der Lage, ganz schnell hochqualifizierte Medizin durchzuführen."

Pfaff: „Der Papst hat uns jeden Morgen fröhlich begrüßt, uns zugewunken – ich freue mich unglaublich darauf, ihn wiederzusehen."

Ein Wunsch blieb damals unerfüllt: Zu einem persönlichen Händedruck des Heiligen Vaters ist es nie gekommen. „Ein Handschlag wäre schön", so Pfaff, der seinen Ärztekollegen in Wörth an der Isar dankbar ist, dass sie während seines Einsatzes die Patienten aus seiner Praxis mit betreuen. 

Papst Benedikt XVI. erwartet ein öffentliches Interesse, wie es kaum ein Staatsgast in Deutschland hervorruft. Rund 250.000 Menschen wollen den Papst live erleben. Zu diesem Anlass geben die Malteser  folgende Tipps, damit die Pilger wohlbehalten die Veranstaltungen miterleben können.


Sie empfehlen:

1. Bereiten Sie sich ausreichend vor und planen Sie genügend Zeit ein; Stress bei der Anfahrt kann Fehler verursachen.

2. Nehmen Sie ausreichend Proviant und besonders Wasser mit (wenn tausende Menschen vor Ort sind, können lange Wartezeiten entstehen).

3. Achten Sie auf festes und eingelaufenes Schuhwerk, das auch auf losem oder weichem Untergrund Halt bietet. Reiben Sie Ihre Füße am Abend vorher mit geeigneten Produkten (etwa Hirschhorntalg oder Melkfett) ein. Tragen Sie keine rutschenden Socken.

4. Richten Sie sich auf langes Stehen ein.

5. Beachten Sie die Wettervorhersage für den Veranstaltungsort (viele Pilger reisen über hunderte Kilometer an).

6. Denken Sie an Regenkleidung oder Sonnenschutz.

7. Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen: ausreichend Vorrat einstecken. Nehmen Sie eine Liste Ihrer wichtigen Medikamente und gegebenenfalls Erkrankungen mit.

8. Auf den Veranstaltungsgeländen und Hauptzugangswegen sind Unfallhilfsstellen der Malteser platziert. Hier stehen Ärzte und Sanitäter für Sie bereit. Auch mobile Sanitätstrupps sind unterwegs. Sprechen Sie sie an.

9. Achten Sie auf andere Personen und melden sie einen Verdacht beispielsweise auf Kreislaufschwäche einem Sanitäter.

10. Halten Sie sich an die vorgezeichneten Wege und versperren sie keine Zufahrt von Rettungsfahrzeugen.