Papstbesuch rückt Ukraine näher an Europa

Begegnung zwischen Kardinal Husar und Romano Prodi

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ROM, 5. Juli 2001 (ZENIT.org).- Die Ukraine und ihre Kirche müssen zur Brücke zwischen Ost und West werden. Diese Überzeugung brachte der griechisch-katholische Großerzbischof von Lemberg, Lubomyr Kardinal Husar, vier Tage nach dem Papstbesuch in seinem Lande zum Ausdruck.



Der Purpurträger hielt einen Vortrag bei einem Treffen, das von katholischen Politikern des italienischen Mitte-Links-Bündnisses am vergangenen Wochenende im italienischen Kloster von Camaldoli auf Initiative der Zeitschrift "Il Regno" der Herzjesupriester organisiert wurde.

Husar ging vertieft auf die komplementäre Ergänzung zwischen östlicher und westlicher Spiritualität ein und bezeichnete die jungen Generationen in der Ukraine als "Menschen mit verletzter Seele" als Ergebnis einer ideologischen Verbrämung in der bolschewistischen Zeit.

Die Ökumene sei die Zukunft des Christentums in seinem Lande, sagte Husar, und trotz der momentanen Schwierigkeiten mit dem Moskauer Patriarchat wird sich das Verhältnis ändern, denn die Steifheit der orthodoxen Hierarchie spiegele keineswegs das Empfinden an der Basis der orthodoxen Kirche wider.

Während des Kongresses traf Husar auch mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, zusammen. Der Großerzbischof sprach den Wunsch nach mehr Interesse seitens der Europäischen Union aus. Prodi versicherte die Unterstützung der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung in der Ukraine seitens der EU.