Papstbesuch soll Vitalität des Christentums sichtbar machen

P. Federico Lombardi SJ analysiert bevorstehende Reise Benedikts XVI. in die Tschechische Republik

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ROM, 15. September 2009 (ZENIT.org).- Der bevorstehende Besuch von Papst Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik (26. - 28. September) soll die Vitalität des Christentums im Herzen Europas sichtbar machen. Das betonte P. Federico Lombardi SJ, Leiter des Pressebüros des Heiligen Stuhls, in der jüngsten Ausgabe von „Octava Dies". Die wöchentliche Fernsehsendung, die vom Vatikanischen Fernsehzentrum produziert wird, stand diesmal ganz im Zeichen der 13. Auslandsreise des Heiligen Vaters nach Prag, Brno (Brünn) und Stara Boleslav (Altbunzlau).



Papst Benedikt besuche ein Land „mit einer sehr alten und großartigen Kulturtradition, zu der das Christentum den wesentlichen Beitrag geleistet hat“, erklärte Lombardi. Seine Reise in die Tschechische Republik rufe uns außerdem die 20 Jahre seit dem Zusammenbruch des Kommunismus und die friedliche Wiedergeburt der Demokratie in Erinnerung – genauso wie die Tatsache, dass es sich um eine Nation handle, „in der die Säkularisierung so weit verbreitet ist, dass sich die religiöse Praxis auf eine Minderheit beschränkt“.

Nach dieser Kurzcharakteristik des Gastgeberlands kündigte P. Lombardi an, dass Papst Benedikt „starke Botschaften an die Gläubigen und an alle Menschen guten Willens in diesem Land richten“ werde. „Zweifellos will er eine lebendige Kirche ermutigen, die ein tapferes Zeugnis für den Glauben gibt.“ Ganz besonders werde sich Benedikt XVI. dabei an „die jüngeren Generationen“ richten.

Ebenso werde der Papst zu einer „aufrichtigen Ökumene“ einladen, die „dem Beitrag der Gläubigen zur Gestaltung der Zukunft in einer säkularisierten Gesellschaft Glaubwürdigkeit und Tiefe“ gebe. Zudem werde der Heilige Vater Perspektiven von „bedeutender kultureller und moralischer Tiefe“ eröffnen, „damit sich der europäische Einigungsprozess nicht nur auf materielle und ökonomische Aspekte reduziert, sondern die Fülle gemeinsamer Werte in sich trägt, die notwendig sind, um die Würde der menschlichen Person zu schützen.“

Einer der Höhepunkte werde das Treffen mit der Jugend sein, so Lombardi. Diese Begegnung wird am Montag, dem 28. September, also am letzten Tag der Papstreise, stattfinden, der gleichzeitig der Gedenktag des heiligen Wenzels ist, des tschechischen Nationalheiligen. Eine bewusste Terminwahl des Papstes, wie P. Lombardi betonte. Die Feier zum Gedächtnis dieses Heiligen erinnere daran, dass das Christentum einen besonderen Beitrag „zum tiefsten Sein und Hoffen eines Volkes“ geleistet hat und weiterhin leisten wolle. Darüber hinaus sei die Begegnung mit der Jugend auch „ein Zeichen für die Zukunft“.