Papstbotschaft zu Attentat gegen Juden vor 20 Jahren in Buenos Aires

Terrorismus ist Wahnsinn

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 258 klicks

Papst Franziskus sandte anlässlich des 20. Jahrestages des Bombenanschlags auf die Zentrale der jüdischen Gemeinde in Buenos Aires eine Videobotschaft nach Argentinien. Am 18. Juli 1994 wurde das Gebäude der Asociación Mutual Israelita Argentina (AMIA) völlig zerstört, es starben 85 Menschen und 300 Personen wurden verletzt. Es handelt sich um den schwersten Anschlag in der Geschichte Argentiniens. Die genauen Motive für den Attentat wurden nie geklärt. Die Videobotschaft wurde von Claudio Epelmann, dem Direktor des jüdisch- lateinamerikanischen Kongresses, mit dessen Handy während eines Besuchs bei bei Papst Franziskus aufgenommen. In der Videobotschaft sagte Papst Franziskus, der Terrorismus sei Wahnsinn, da er nur töte. Er sei nicht konstruktiv, sondern destruktiv.

„Zwanzig Jahre nach der Tragödie von AMIA, habe ich den Wunsch, der jüdischen Gemeinde von Argentinien und den Familienangehörigen der Opfer, sei es Juden, sei es Christen, meine Nähe auszudrücken.“

Er fuhr fort, Buenos Aires sei eine Stadt, die weinen müsse, die noch nicht genügend geweint habe. Man soll sich der vielen zerstörten Leben gedenken, der untergegangenen Hoffnungen und der Ruinen. Man tendiere dazu, alles vergessen zu wollen, sich die Geschichte nicht zu Herzen zu nehmen; das, was hätte schön werden sollen und es nicht geworden sei. Aus diesem Grund falle es schwer, den Weg der Gerechtigkeit zu fordern für das, was die Tragödie in der Gesellschaft angerichtet habe. Der Papst forderte: „Möge Gerechtigkeit geschehen.“

Zum Abschluss der Videobotschaft sprach Papst Franziskus eine Fürbitte für die Opfer und segnete ihre Familien.