Papstbotschaft zu Migration und Kinderschutz

Migration als Herausforderung der Gesellschaft

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 245 klicks

Anlässlich eines mexikanisch-vatikanischen Kongresses über Migration und Entwicklung, der von Kardinalsstaatssekretär Pietro Parolin am Montag eröffnet wurde, sandte Papst Franziskus an die Teilnehmer eine Botschaft nach Mexiko-Stadt. Papst Franziskus sieht in der Migration vor allem eine große Herausforderung für die heutige Gesellschaft. Einen Schwerpunkt legte er auf die Kindermigranten, die oft ohne Eltern auf lange Reisen gehen, während derer sie ausgebeutet undmissbraucht werden. Manche von ihnen überleben diese Reise und ihre Auswanderung nicht lange.

In seiner Botschaft schreibt Papst Franziskus, das Phänomen der Migration sei heute aktueller als je zuvor und eine Herausforderung für die Gesellschaft, da Migrationswellen durch Notsituationen ausgelöst werden. Die Migranten würden von einer großen Hoffnung auf ein besseres Leben getragen und würden oft von „Menschenrechtsverletzungen, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ empfangen werden.

Papst Franziskus fordert in seiner Botschaft ein verändertes Verhalten von allen. Wie auch schon zu anderen Gelegenheiten verurteilte er die „Wegwerfkultur“, die sich selbst verteidige, aber ängstlich, uninteressiert und diskriminierend sei. Eine brüderliche und gerechte Welt könne nur durch eine Kultur des Kennenlernens aufgebaut werden. Besonders seien seine Gedanken bei den vielen Kindern, die allein unter unglaublichen Bedingungen aus Südamerika in die USA auswandern, um Armut und Gewalt zu entkommen. Dieser ständig wachsende „humanitäre Notfall“ brauche politische Aufmerksamkeit und Unterstützung, denn diesen Kindern müsse geholfen werden.

Abschließend bat der Papst in seiner Botschaft die gesamte internationale Gemeinschaft, diese dringenden Themen nicht aus den Augen zu verlieren, bis es neue, legale und sichere Formen der Migration gebe.