Papstbrief schenkt Hoffnung im Gazastreifen

Katholische Gemeinde schätzt Zeichen der Nähe

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 267 klicks

Der Brief von Papst Franziskus an die katholische Gemeinde im Gazastreifen am vergangenen Freitag habe ein „Zeichen der Hoffnung“ gesetzt. Das teilte Pater Mario Corneli, Pfarrer der katholischen Gemeinde von Beit Jala im Westjordanland Radio Vatikan mit.

"Die 160 Mitglieder der katholischen Pfarrei im Gazastreifen sind sofort von dem Brief informiert worden", so Cornioli.

„Das hat allen Christen hier viel Hoffnung und Kraft gegeben. Zu wissen, dass der Papst an uns denkt, ist ein großer Trost in diesen so furchtbaren Momenten. Ganz Gaza zittert vor dem Bombenhagel. In den Krankenhäusern gibt es so viele Verletzte, aber niemand weiß, wie man sie pflegen könnte, denn es fehlt an Medizin und Ärzten.“

Cornioli selbst lebt in der Westbank und ist ständig in Kontakt mit der Gemeinde im Gazastreifen. Im Westjordanland sei die Situation sehr ruhig, es gebe keine Gewalt, weder in Betlehem noch in Jerusalem.

Pater Cornioli bat die internationale Staatengemeinschaft im Namen der palästinensischen Katholiken alle Anstrengungen zu unternehmen, damit die Angriffe aufhören und Friedensgespräche aufgenommen werden. Man glaube fest an die Worte des Papstes, dass nur der Weg des Gebetes die einzige Lösung für den Frieden sei. Er sei enttäuscht darüber, dass einige Leute nach dem Besuch des Papstes im Heiligen Land und dem Friedensgebet im Vatikan Angst vor dem Weg des Gebetes hatten und man nun in dieser Situation sei.