Päpstliche Bibelkommission setzt sich mit "Inspiration und Wahrheit auseinander

Anita S. Bourdin

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ROM, 13. April 2010 (ZENIT.org). - Allein der kirchliche Kontext ermöglicht es, die Heilige Schrift als echtes Wort Gottes zu erkennen, was mit der Ablehnung jeglicher „subjektiver Interpretation" einhergeht. Mit dieser Grundaussage wandte sich Papst Benedikt XVI. vor einem Jahr an die Mitglieder der Vollversammlung der Päpstlichen Bibelkommission.

In diesem Jahr beleuchtet die Kommission unter der Leitung ihres Präsidenten Kardinal William Levada das Thema „Inspiration und Wahrheit der Bibel".

Die gestern begonnene Tagung mit den besten Köpfen katholischer Bibelforschung, wird sich bis Freitag damit auseinander setzen, wie das „Thema der Inspiration und das der Wahrheit sich in den verschiedenen biblischen Schrifttexten aufweisen lässt".

Jedes Mitglied wird entsprechend seiner Spezialisierung „eine Stellungnahme abgeben, die dann auf geschwisterliche Weise diskutiert wird", hieß es gestern aus dem Vatikan.

Zur Kommission gehören 19 Mitglieder, Pater Klemens Stock SJ ist seit vielen Jahren Sekretär der Päpstlichen Bibelkommission.

Am 30. Oktober 1902 hat Papst Leo XIII. mit dem Apostolischen Schreiben "Vigilantiae studiique" die Päpstliche Bibelkommission errichtet, deren Aufgabe es ist, den Fortschritt der biblischen Studien zu fördern und darüber zu wachen, dass es nicht zu Irrtümern kommt.

Der heilige Papst Pius X. hat der Kommission 1904 die Vollmacht verliehen, akademische Titel in Bibelstudien zu verleihen.

Im Jahre 1924 und abermals 1931 stellte Papst Pius XI. diese Titel jenen an den päpstlichen Universitäten erlangten Titeln gleich. Im Jahr 1942 unterteilte Papst Pius XII. die Lizentiatsfächer und machte so die Erlangung auch des Bakkalaureats, des ersten akademischen Grades, möglich.

Paul VI. organisierte im Jahr 1971 mit seinem Motu Proprio "Sedula cura" die Päpstliche Bibelkommission von Grund auf um und gliederte sie der Glaubenskongregation an, deren Präfekt gleichzeitig Vorsitzender der Bibelkommission ist.

(AR)