Päpstliche Gebetsmeinung für Oktober: Mut zum Glaubenszeugnis

Missionarischer Einsatz ist „der vorrangige Dienst, den die Kirche der heutigen Menschheit schuldet“

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ROM, 2. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. betet darum, „dass der Sonntag der Weltmission eine günstige Gelegenheit sei, ein zunehmend tiefes Missionsbewusstsein unter allen Getauften zu wecken“.



Weltweit ist das Gebetsapostolat derzeit in rund 1.600 Bistümern verbreitet. Es wird in Rom von Pater van Doren SJ koordiniert und von den jeweiligen Nationalsekretären und Diözesandirektoren vor Ort organisiert. Rund 50 Millionen Laien, Ordensleute, Priester und Bischöfe aus aller Welt machen sich das monatliche Gebetsanliegen des Papstes zu Eigen.

Die allgemeine Gebetsmeinung für den Monat Oktober ist eng mit der bereits angeführten Missionsgebetsmeinung verbunden und lautet: „Dass die Christen, die sich in Situationen befinden, in der sie in der Minderheit sind, die Kraft und den Mut haben, den Glauben zu leben und weiterhin von ihm Zeugnis ablegen.“

Beide Gebetsmeinungen zielen auf die Vorbereitung des Weltmissionssonntags ab, der am 21. Oktober begangen wird.

Das diesjährige Motto: „Alle Kirche für die ganze Welt“ ist nach Worten Papst Benedikts XVI. eine Einladung an die Ortskirchen aller Kontinente, „sich gemeinsam der dringenden Notwendigkeit bewusst zu werden, der Missionstätigkeit angesichts der vielen und schwerwiegenden Herausforderungen unserer Zeit neuen Auftrieb zu geben“.

In seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2007 weist er darauf hin, dass noch viel zu tun sei, „um dem Missionsauftrag nachzukommen, den der Herr unermüdlich an jeden Getauften richtet“.

Dieser Auftrag ergehe zunächst an die so genannten Kirchen mit alter Tradition, „die in der Vergangenheit außer materiellen Gütern auch eine ansehnliche Zahl an Priestern, Ordensmännern, Ordensfrauen und Laien zur Verfügung gestellt und auf diese Weise eine wirksame Zusammenarbeit zwischen den christlichen Gemeinden geschaffen haben“, dann aber auch an jene Kirchen, „die erst in jüngerer Zeit das Evangelium empfangen haben“. Diese sind, wie Papst Benedikt erklärt, dazu aufgerufen, „sich großherzig der ‚missio ad gentes‘ zu widmen“.

Der missionarische Einsatz ist in den Augen des Heiligen Vaters „der vorrangige Dienst, den die Kirche der heutigen Menschheit schuldet, um den kulturellen, sozialen und ethischen Veränderungen Orientierung zu geben und sie zu evangelisieren; um den Menschen unserer Zeit, die in vielen Teilen der Welt durch weit verbreitete Armut, durch Gewalt und durch die systematische Verweigerung der Menschenrechte gedemütigt und unterdrückt sind, das Heil Christi anzubieten“.