Päpstliche Missionswerke ermöglichen Kindersoldaten eine neue Zukunft

Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar

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ROM, 7. Februrar 2008 (ZENIT.org).- Weltweit werden in mindestens 13 Nationen Kinder angeheuert, um in bewaffneten Konflikten mitzukämpfen und zu Opfern beziehungsweise Protagonisten verschiedenster Formen von Gewalt zu werden, berichtete der „Osservatore Romano“, die Tageszeitung des Vatikans, in einem Bericht über das erschütternde Schicksal von Kindersoldaten (vgl. H2Onews-Kurzvideo). Sie werden am 12. Februar im Rampenlicht des öffentlichen Interesses stehen, wenn wieder der „Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten“ begangen wird.

Rund 300.000 Kinder und Jugendlichen werden in Afghanistan, Myanmar, Burundi, dem Tschad, der Zentralafrikanischen Republik, Kolumbien, der Demokratischen Republik Kongo, auf den Philippinen, in Nepal, Somalia, dem Sudan, Sri Lanka und Uganda zu kriegerischen Zwecken zwangsrekrutiert. Zu den Verbrechen, die ihnen angetan werden, gehört unter anderem auch sexueller Missbrauch.

Dieser Missstand hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf den Plan gerufen. Mittels einer Konvention fordert die UNO, dass die Verletzungen der Würde von Kindern und Jugendlichen vor den internationalen Strafgerichtshof kommen, dem ständigen Gericht der internationalen Gemeinschaft mit Gerichtsbarkeit über Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.

Außerdem kritisiert der Generalsekretär der Vereinten Nationen die immer häufigeren „systematischen und gezielten Angriffe auf Schulen, Lehrer und Bildungsanstalten“ in Konfliktgebieten wie Afghanistan und Irak.

Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich, in Deutschland und in der Schweiz unterstützen seit Jahren zahlreiche Projekte, in denen ehemaligen Kindersoldaten eine neue Zukunft geschenkt werden soll. Bei dieser Arbeit stehen die soziale Integration, physische, psychologische und spirituelle Therapien sowie eine gute Schul- und Berufsausbildung im Vordergrund. „Missio“ begleitet ehemalige Kindersoldaten auf ihrem Weg zurück in ein normales Leben. Um wieder ein nützliches und akzeptiertes Mitglied in ihren Familien und Dorfgemeinschaften zu werden, benötigen diese jungen Menschen eine solide Ausbildung: Zuerst müssen sie die versäumte Schulzeit nachholen und danach eine Lehre absolvieren.

Bereits kleine finanzielle Beträge können Kindersoldaten eine neue Zukunft eröffnen: Das Schulmaterial für ein Kind pro Jahr kostet Euro 21,–, und Ausbildungsmaterialen für die Schneiderlehre für ein Kind pro Monat (Nähmaschine, Materialien, Lehrergehalt) kosten Euro 50,–. Die monatlichen Schulgebühren und die Kosten für die Schuluniform für ein Kind pro Monat belaufen sich auf Euro 73,–.