Päpstlicher Delegat ernennt vorläufige neue Leitung für Gottgeweihte des Regnum Christi

Externe Prälaten als temporäre Direktoren

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ROM, 20. Februar 2012 (ZENIT.org). – In einem Brief vom 15. Februar gab Velasio Kardinal De Paolis, päpstlicher Delegat für die Legionäre Christi und die Bewegung  Regnum Christi, seine Entscheidung bekannt, vorläufig neue Leiter für die jeweiligen Zweige der gottgeweihten Männer und Frauen des Regnum Christi einzusetzen. Beide sind von seinem persönlichen Rat ausgewählt und „begleiten in meinem Namen…die Angelegenheiten der inneren Leitung“.

Es handelt sich um den Jesuitenpater Gianfranco Ghirlanda als vorläufigen Direktor der gottgeweihten Frauen und P. Agostino Montan CSI für die gottgeweihten Männer.

Kardinal De Paolis begann seinen Brief mit einem Zitat des letzten Reports von Erzbischof Ricardo Blázquez von Valladolid in Spanien, dem verantwortlichen Visitator der gottgeweihten Mitglieder des Regnum Christi. In ihm, so der Kardinal, „wurden viele positive Aspekte angesprochen, aber auch eine Anzahl von Punkten, die einer Korrektur oder Verbesserung bedürfen.“

Nach der anfänglichen „Erhellungsphase“ mit Treffen in Rom, Mexiko und Brasilien „waren wir davon überzeugt, dass unsere Betrachtung der Berufung zum gottgeweihten Leben im Regnum Christi auf dem richtigen Weg war; dass die Berufung authentisch ist und es eine Erneuerung der Bereitschaft gibt, sie zu erhalten und in ihr zu verbleiben“.

Man habe sich mit dem „Wunsch, den Prozess nicht zu überstürzen, entschieden‚ die ‚Erhellungsphase‘ bis Ostern zu verlängern“, fasste der Kardinal zusammen.

Er fuhr fort herauszustellen, dass „wir Punkte grundsätzlicher Übereinstimmung gefunden haben, die die gelebte Erfahrung vieler von euch in den letzten Jahren widerspiegeln: Wir sind uns über die gottgeweihte Laienberufung einig, wir haben gesehen, dass die Gemeinschaft ein begehbarer Weg ist, und wir haben auch bestätigt gesehen, dass das gottgeweihte Leben im Regnum Christi mit dem Charisma der Legion verbunden ist, mit der Perspektive, -die tiefere Überprüfung benötigt- einer einzigen ‚charismatischen Familie‘, in der Legionäre, gottgeweihte Laienmänner und –Frauen und nicht geweihte Laienmitglieder auf verschiedene Art an einem Charisma Anteil haben.“

„Wir haben auch das Problem der Leitung angesprochen“, fuhr Kardinal De Paolis fort. „Es ist notwendig, dass die gottgeweihten Männer und Frauen ihre jeweils eigene interne Leitung haben“.

„Wir alle sind uns dessen bewusst, dass die gottgeweihten Männer und Frauen ihre eigene Autonomie haben müssen, was einen eigenen Rechtsstatus impliziert“, erklärte er weiter. „Genauere Erklärungen und Spezifizierungen werden bald folgen“.

Respekt

In Bezug auf Malén Oriol, die seit vielen Jahren die gottgeweihten Frauen des Regnum Christi geleitet hatte, erklärte Kardinal De Paolis,  sie habe „vor einiger Zeit ihrem Wunsch Ausdruck gegeben, sich von ihrer Position als Generalassistentin zurückzuziehen, aber nicht, ihre Zugehörigkeit zu den Gottgeweihten aufzugeben.“

Der Kardinal räumte ein, dass die jüngste Vergangenheit „eine Zeit der besonderen Einheit und  der erneuerten Freude über die Wiederentdeckung der Schönheit des gottgeweihten Lebens gewesen sei“, aber „dass sie auch Anlass zur Trauer darüber war, dass einige unserer Schwestern darum gebeten hatten, das Regnum Christi zu verlassen.“

„Wir danken ihnen für das Gute, das sie gewirkt haben, und das Gute, das sie auch empfangen durften“, schrieb der päpstliche Delegat. „Denen, die gehen wollen, ist ebenso Respekt zu zollen wie denen- und das ist die Mehrheit-, die an ihrer Entscheidung für das  Regnum Christi festhalten.“

[Übersetzung des englischen Originals von Jan Bentz]

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