Päpstlicher Rat für die Familie nimmt Großeltern in den Blick

13. Vollversammlung von 3. bis 5. April im Vatikan

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ROM, 2. April 2008 (ZENIT.org).- „Anwesenheit und Zeugnis der Großeltern in der Familie“: Diesem Thema werden sich von 3. bis 5. April rund 300 Experten aus aller Welt im Rahmen der 13. Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie widmen. Die Arbeitsitzungen, die Kardinal Alfonso López Trujillo, Präsident des Rates, eröffnen wird, finden in der neuen Synodenhalle des Vatikans statt.



Kardinal Tarcisio Bertone, Staatssekretär des Papstes, beziehungsweise Kardinal George Pell, Erzbischof von Sydney und Präsidiumsmitglied des Päpstlichen Rates, werden nach einer heute veröffentlichen Presseerklärung des Heiligen Stuhls an den ersten beiden Tagen die Eucharistie zelebrieren. Erzbischof Fernando Filoni, Substitut im Staatssekretariat, wird während der ersten Sitzung das Wort ergreifen und die Rolle erläutern, die die älteren Menschen in Kirche und Gesellschaft spielen.

Während namhafte Persönlichkeiten wie etwa der italienische Politiker und Philosoph Marcello Pera, der Wissenschaftler Giorgio Campanini oder der Senator Giulio Andreotti persönliche Zeugnisse vortragen, wird Erzbischof Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur, die wichtigsten Großeltern-Gestalten der Heiligen Schrift vorstellen.

Dem Thema der Großeltern, dem sich Benedikt XVI. unter anderem während des fünften Welttreffens der Familien im spanischen Valencia im Juli 2006 zuwandte, wird man sich auch von den verschiedenen geographischen Gegebenheiten her annähern. Die Situation in den USA wird Dr. Carl Anderson, Oberster der Kolumbusritter, beleuchten. Wie es in Afrika aussieht, werden der Erzbischof von Douala (Kamerun), Kardinal Christian Wiyghan Tumi, und das Ehepaar Pitta (Demokratische Republik Kongo) erörtern. Die Lage in Asien, Australien und Lateinamerika werden die Ehepaare Padilla, Pirola und Münzenmayer schildern.

Erzbischof Agostino Marchetto, Sekretär des Päpstlichen Rates für die Seelsorge mit den Migranten und Menschen unterwegs, wird einen  Vortrag über die Großeltern der Migrantenfamilien halten, und zwei international anerkannte Experten – die Italienerin Dina Nerozzi Frajese und der Franzose Msgr. Tony Anatrella – werden aufzeigen, welchen Einfluss die Großeltern auf die emotionale Entwicklung der Kinder haben.

Die Enzyklika Humanae Vitae von Papst Pius VI. steht im Mittelpunkt der viel erwarteten Ausführungen des Erzbischofs von Bologna, Kardinal Carlo Caffarra.

Ausklingen wird die internationale Begegnung mit einem Ausblick auf das sechste Weltfamilientreffen im Januar 2009 in Mexiko-Stadt. Kardinal Norberto Rivera Carrera und einige seiner Mitarbeiter werden Einblick in die Vorbereitungsarbeiten und die verschiedenen Initiativen rund um dieses Ereignis geben.

Von Dominik Hartig