Päpstliches Beileidstelegramm zur Ermordung der italienischen Missionarin in Somalia

„Keim der Hoffnung für den Aufbau echter Brüderlichkeit“

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ROM/MOGADISCHU, 20. September 2006 (ZENIT.org).- In einem Beileidstelegramm, das am Dienstag veröffentlicht wurde, deutet Papst Benedikt XVI. den gewaltsamen Tod der italienischen Ordensschwester Leonella Sgorbati in Mogadischu (Somalia) „als Keim der Hoffnung für den Aufbau echter Brüderlichkeit“.



In dem von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone ausgefertigten Telegramm an Schwester Gabriella Bono, Generaloberin der Consolata-Missionsschwestern, drückte Papst Benedikt XVI. sein tiefes Beileid aus und würdigt zugleich das Engagement von Sr. Leonora, die in Mogadischu „voller Freude eine geschätzte Arbeit im Dienst an den Menschen Somalias“ verrichtet habe.

Der Papst bedauert „jede Form von Gewalt“ und stellt zum Mord an der italienischen Ordensschwester und ihrem somalischen Leibwächter fest: "Das vergossene Blut einer derart treuen Jüngerin des Evangeliums soll als Keim der Hoffnung für den Aufbau echter Brüderlichkeit zwischen den Völkern“ dienen. In dem Telegramm wird außerdem „zum gegenseitigen Respekt vor den religiösen Überzeugungen eines jeden“ aufgerufen.

Den Ordensmitgliedern, Angehörigen und Anverwandten drückt der Heilige Vater sein Mitgefühl aus und versichert, dass er für sie und die Verstorbene in besonderer Weise bete.

Schwester Leonella Sgorbati war am Sonntag beim Überqueren einer Straße erschossen worden und starb wenig später im SOS-Kinderdorf-Krankenhaus von Mogadischu, in dem sie vier Jahre gewirkt hatte (vgl. ZENIT vom 19. September). Drei Verdächtige befinden sich in Haft.