Papstreise ins Heilige Land eine Botschaft des Friedens, der Versöhnung und der Brüderlichkeit für die Ökumene

Eine kurze, aber intensive Reise

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 311 klicks

In einem Interview mit Radio Vatikan erklärte Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, wie wichtig die Reise von Papst Franziskus in das Heilige Land für die Ökumene sei. Der Heilige Vater wird vom 24. bis zum 26. Mai 2014 im Heiligen Land weilen.

Kardinal Koch wiederholte, Anlass für die Reise sei der 50jährige Gedenktag der ersten Begegnung zwischen dem Patriarchen Athenagoras und Papst Paul VI. in Jerusalem. Nach langer Zeit sei es zu dieser Begegnung gekommen, die den Beginn des Dialog eingeleitet habe. Das angesetzte Treffen zwischen dem Patriarchen Bartholomeos und Papst Franziskus vertiefe hoffentlich die in den letzten 50 Jahren aufgebauten Beziehungen, so Kardinal Koch.

Im ökumenischen Dialog seien nicht nur theologische Wahrheiten entscheidend, sondern auch das Aufeinanderzugehen. Kardinal Koch sprach in diesem Zusammenhang vom Dialog der Wahrheit und vom Dialog der Liebe. Die Reise des Papstes in das Heilige Land sei eine Botschaft des Friedens, der Versöhnung und der Brüderlichkeit für die Ökumene.

Kardinal Koch erklärte zum Treffen des Papstes mit den Juden, dass zwischen staatlichen und religiösen Vertretern zu unterscheiden sei. Treffen auf staatlicher Ebene, wie mit dem Staatspräsidenten, dienten dazu, die Beziehung zwischen dem Vatikan und Israel zu verfestigen; Begegnungen wie die mit dem Großrabbiner stünden hingegen im Zeichen des interreligiösen Dialogs und förderten die interreligiösen Beziehungen.

Die Reise von Papst Franziskus in das Heilige Land sei zwar kurz, aber intensiv, da ökumenische Begegnungen und Begegnungen mit jüdischen und muslimischen Glaubensvertretern angesetzt seien.