Papua Neuguinea: Priester und Kommunionhelfer ermordet

Der spätberufene Gerry Maria Inau hatte erst vor neun Monaten die Weihe erhalten

Rom, (Fides) | 297 klicks

Ein katholischer Priester und ein Kommunionhelfer der Diözese Bereina wurden am Sonntag, dem 4. Mai aus noch ungeklärten Gründen ermordet, während sie eine abgelegene Gegend der Diözese besuchten. Es handelt sich um den spätberufenen Priester Gerry Maria Inau, der erst vor neun Monaten die Weihe erhalten hatte, und den Kommunionhelfer Benedict. Die von der Bischofskonferenz von Papua Neuguinea veröffentlichte Nachricht wird auch vom Generalvikar der Diözese Bereina bestätigt, der zusammen mit einem weiteren Priester an Bord eines Helikopters in die Region flog, um die Leichen zu identifizieren und zu segnen. Der Bischof von Bereina und die anderen Bischöfe des Landes halten sich unterdessen in Neuseeland auf, wo sie vom 12. bis 16. Mai an der Versammlung der Bischöfe Ozeaniens teilnehmen.

Wie der Sprecher der Bischofskonferenz, P. Giorgio Licini PIME, mitteilt, „wird es wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis Zeugen vor Ort befragt sind und die Polizei den Tathergang rekonstruieren kann“. Es wird vermutet, dass die beiden Opfer eines seit langem in der Region anhaltenden Konflikts zwischen verschiedenen Volksstämmen sein könnten. P. Casmiro Kito MSC, der zusammen mit dem ermordeten Priester das Seminar besuchte, erinnert mit folgenden Worten an Pfarrer Inau: „Er war ein engagierter Priester mit einem großen Glauben. Er trug seinen Rosenkranz stets bei sich und wählte auch aus diesem Grund den Zweitnamen Maria. Er hatte ein großes Herz und stellte sich liebevoll in den Dienst der Menschen. Möge sein Tod ein Opfer für den Frieden zwischen den Stämmen des Kunimaipa Valley sein”. (PA)

(Quelle: Fides 13/5/2014)