Parkinson-Experte: Christlicher Glaube hilft, mit der Krankheit fertig zu werden

Medikamente und Glaube ideale Kombination

Rom, (ZENIT.org) | 405 klicks

Die Kombination von christlichem Glauben und Medikamenten seien eine ideale Kombination, um mit der unheilbaren Parkinson-Erkrankung fertig zu werden. So äußerte sich Deutschlands führender Parkinson-Experte, der Neurologe Prof. Wolfgang Oertel (Marburg), in der ZDF-Sendung „Peter Hahne“ am 26. Mai, wie „idea“ berichtet.

Er sprach mit dem evangelischen Theologen Jürgen Mette, der vor etwa vier Jahren erfuhr, an Parkinson erkrankt zu sein. Mette – stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Marburger Medien – berichtete in der Sendung, wie sich die Krankheit auf ihn persöhnlich und auf seinen Glauben auswirke. Während er früher kein Verständnis für kranke Leute gehabt habe und sich „erfolgsorientiert im sicheren Elfenbeinturm einer korrekten Theologie“ bewegt habe, predige er heute barmherziger und vorsichtiger. Zum anderen habe er erkannt, dass die Weitergabe des Evangeliums auch ohne perfektes Aussehen möglich sei.

Auch sein theologisches Verständnis habe sich geändert. Besonders durch Bibeltexte wie Vers aus dem 2. Korintherbrief mit dem Jesus-Wort „Meine Kraft ist in deiner Schwachheit mächtig“ (Kor. 12,9) gelange er zu einer inneren Ruhe. Heil-Sein bedeute ihm heute mehr als Geheilt-Sein. Er begreife das Handeln von Ärzten, Pharmazeuten und Therapeuten als ein Handeln Gottes, so dass er bereits jetzt einen aktiven Prozess der Heilung erlebe. Er erwarte aber nichts Spektakuläres.

In Deutschland gibt es etwa 400.000 Parkinson-Erkrankte, in der Schweiz rund 15.000.