Pater Franz Jalics SJ zur Audienz bei Papst Franziskus

Ein Stück argentinischer Vergangenheit

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 586 klicks

Am 5. Oktober 2013 empfing Papst Franziskus Pater Franz Jalics SJ zur Audienz. Pater Jalics, aus Ungarn gebürtig, wurde 1975 vom argentinischen Militär inhaftiert und fünf Monate lang gefoltert. Papst Franziskus rettete ihm und einem weiteren Mitbruder, Orlando Yorio, das Leben.

Die beiden Geretteten versuchte man immer wieder davon zu überzeugen, sie seien von Kardinal Bergoglio verraten worden. Erst vor kurzer Zeit trat die Wahrheit zutage, und Pater Jalics SJ, heute in Deutschland wohnhaft, erklärte, schon in den 90er Jahren zu der Überzeugung gekommen zu sein, dass der damalige Kardinal Bergoglio nicht in seine Inhaftierung involviert gewesen sei.

Pater Franz Jalics SJ wuchs in Ungarn auf dem elterlichen Landgut auf. Sein Heimatland musste er auf Druck der kommunistischen Regierung verlassen. 1944 kam er als Offiziersanwarter nach Deutschland und hatte bei einem Bombenangrif eine tief religiose Erfahrung. 1947 kehrte er nach Ungarn zuruck und begann ein Noviziat bei den Jesuiten. Pater Jalics gelangte zu der Uberzeugung, dass hinter den unterschiedlichen Lebenswegen der Menschen im tiefsten der Seele eine Suche nach Gott stehe und die Gestaltung des Lebens dadurch beeinflusst werde. Seit 1978 lebt Pater Jalics SJ in Deutschland, wo er ein Exerzitienhaus in Gries aufbaute.