Patriarchen der katholischen Ostkirchen treffen Papst Franziskus

"Fördert Einvernehmen und Kollegialität"

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 293 klicks

Heute Vormittag traf Papst Franziskus im Vatikan mit den katholischen Patriarchen der Ostkirchen und den Erzbischöfen zusammen. Er begrüße sie mit Freude und im Geist der Freundschaft bei ihrer ersten gemeinsamen Begegnung in dieser Form, so der Pontifex. In ihren Gesichtern sehe er ihre Kirchen und versicherte ihnen sein Gebet „für die Herde, die der Herr Jesus einem jeden von euch anvertraut hat, und ich flehe den Heiligen Geist an, dass er uns mitteilt, was wir noch lernen und umsetzen müssen, um dem Herrn, seiner Kirche und der gesamten Menschheit mit Treue zu dienen.“

Er fuhr fort: „Unser Zusammenkommen gibt mir die Möglichkeit, die große Wertschätzung zu erneuern, die wir für das spirituelle Vermögen des christlichen Ostens haben, und ich weise auf die Worte des geliebten Benedikt XVI. hin: ‚Ihr seid die wachenden Aufseher der Kommunion und die Diener der kirchlichen Einheit.‘ Diese Einheit, zu deren Realisierung ihr in euren Kirchen aufgerufen seid, findet einen natürlichen und vollkommenen Ausdruck in der ‚unvergänglichen Einheit mit dem Bischof von Rom‘, verwurzelt in der kirchlichen Gemeinschaft, die ihr bei eurer Wahl bekommen habt. Indem wir in die Gemeinschaft des ganzen Körpers Jesu Christi eingegliedert sind, sind wir uns der Pflicht bewusst, die Einheit und Solidarität in den verschiedenen patriarchalischen Synoden zu stärken, indem ‚wir immer das Einvernehmen in für die Kirche wichtigen Fragen im Hinblick auf ein kollegiales und einheitliches  Handeln vorantreiben‘.“

Papst Franziskus sagte ferner: „Damit unser Zeugnis glaubhaft ist, sind wir dazu aufgerufen, immer nach ‚Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Glauben, Nächstenliebe, Geduld und Zärtlichkeit‘ zu suchen; einen nüchternen Lebensstil im Angesicht Christi, der sich entäußert hat, um uns mit seiner Armut zu bereichern, zu führen; mit dem unermüdlichen Pflichtbewusstsein und der zugleich brüderlichen und väterlichen Nächstenliebe, die die Bischöfe, Presbyter und Gläubigen von uns erwarten, vor allem, wenn sie alleine leben. Ich denke vor allem an unsere Priester, die Verständnis und Unterstützung brauchen, auch auf persönlicher Ebene. Sie haben das Recht, unser gutes Beispiel bezüglich Gott und kirchlichen Angelegenheiten zu erhalten. Sie erwarten von uns Transparenz in allen Bereichen.“

Abschließend sagte er: „Mit der Hilfe Gottes und seiner heiligsten Mutter wissen wir, diesem gerecht zu werden. Ich bitte euch, für mich zu beten. Und nun höre ich euch gerne bei dem zu, was ihr mitteilen wollt, und zeige mich euch schon jetzt erkenntlich.“