Patrick (um 400-461)

Bischof und Apostel Irlands

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 279 klicks

Patrick wurde um 400 in Westengland geboren. Sein Vater war Ratsherr und Diakon. Im Kindesalter wurde Patrick von Piraten entführt und nach Irland verschleppt, wo er sechs Jahre in Sklaverei leben musste. Endlich gelang dem jungen Mann die Flucht, und er kehrte von den Erfahrungen gezeichnet in seine Heimat und zu seinen Eltern zurück. Die Legende erzählt, damals habe ihm eine Stimme mitgeteilt, dass er eines Tages als Missionar nach Irland zurückkehren werde. Patrick entschloss sich, sein Leben Gott zu weihen, und wurde Mönch. In den folgenden Jahren lebte er auf dem Festland, an der Côte d'Azur und bei Auxerre in Mittelfrankreich. Patrick verfügte nur über eine mangelhafte Bildung und wurde deshalb häufig kritisiert, doch er hielt unbeirrt an seinem Weg fest. Im Jahr 432 kehrte er, wie prophezeit, nach Irland zurück. Palladinus, der erste Bischof von Irland, war zuvor gestorben und Patrick war zu seinem Nachfolger bestimmt worden. Patrick nahm in Irland seine Missionstätigkeit auf und richtete 444 einen Bischofssitz in Armagh ein, einer Gegend, in der nur Heiden lebten. Der Heilige arbeitete unermüdlich, baute zahlreiche Kirchen und holte weitere Priester ins Land. Patrick starb am 17. März 461. Sein Todesort und seine letzte Ruhestätte sind nicht genau bekannt.

Bis heute ist der heilige Patrick einer der meistverehrten Heiligen Irlands. An seinem Festtag tragen die Menschen ein Kleeblatt am Hut oder an der Kleidung. Der Legende nach erklärte Patrick den Menschen die Dreifaltigkeit mit einem Kleeblatt. Seither ist das Kleeblatt Nationalabzeichen Irlands.