Patriotische Vereinigung in China will die Ernennung von Weihbischof Ma Daquin widerrufen

Erzbischof Savio Hon Tai-Fai SDB: Unnötige weitere Spaltung im Land

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VATIKANSTADT, 14. Dezember 2012 (ZENIT.org). - Im Hinblick auf den Beschluss der so genannten „Bischofskonferenz der katholischen Kirche Chinas“ und der „Patriotischen Vereinigung chinesischer Katholiken in China“ die Ernennung von Weihbischof von Schanghai, Thaddeus Ma Daquin, zu „widerrufen“ äußerte der Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Erzbischof Savio Hon Tai-Fai, nach einem Bericht des Fidesdienstes:

„In der katholischen Kirche haben die Bischofskonferenzen nicht die Zuständigkeit für die Ernennung und Billigung eines Bischofs oder für die Widerrufung eines Mandats und die Verhängung von Strafen gegen ihn. Umso weniger hat diese die so genannte ‚Bischofskonferenz der katholischen Kirche Chinas‘, die vom Heiligen Stuhl nicht anerkannt ist. Deshalb bleibt Bischof Ma Daqin weiterhin Weihbischof von Schanghai. Die Maßnahme hat deshalb unter kirchlichen Gesichtspunkten keinen juridischen Wert; sie schafft zudem unnötig weitere Spaltung im Land.

Der Bischof hat bei seinem Verhalten stets lobenswerte Treue zur Kirche unter Beweis gestellt und stets aufrichtige Liebe zu seinem Vaterland bekannt. Kardinal Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, hat gegenüber Bischof Ma bereits in seinem jüngsten von der Zeitschrift Tripod in Hongkong in der Ausgabe Nr. 167 veröffentlichten Interview bereit seine Unterstützung zum Ausdruck gebracht.

Viele katholische Gläubige aus aller Welt haben sich an unsere Dikasterium gewandt und das eigene Bedauern im Hinblick auf diese unterdrückende Maßnahme der so genannten ‚Bischofskonferenz der katholischen Kirche Chinas‘ und der ‚Patriotischen Vereinigung chinesischer Katholiken‘ zum Ausdruck gebracht. Diese Unterdrückung ist umso schmerzlicher, als sie die Gemeinschaft und die Disziplin der katholischen Kirche gerade im Jahr des Glaubens untergräbt.

Wir laden die Katholiken ein, sich kirchlichen Initiativen des Gebets anzuschließen, die in verschiedenen Diözesen auf den Weg gebracht wurden, um die Teilnahme am Schicksal von Bischof Ma und aller, die in China ähnliche Situationen erleben, zum Ausdruck zu bringen. In diesem Sinne können auch Fürbitten bei den Gottesdiensten formuliert werden.“