Patron der Waisen und verwahrlosten Jugendlichen

500-Jahrfeier der Befreiung des Gründers der Regularklerikerordens der Somasker

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ROM, 4. Mai 2012 (ZENIT.org). – Einer wunderbaren Befreiung des Hieronymus Emiliani aus der Haft verdanken die Regularkleriker der „Somasker“ ihre Gründung. 1486 in einer wohlhabenden Familie in Venedig geboren, wurde ihm während des Kriegs gegen die „Liga von Cambrai“ die Verteidigung der Festung Quero anvertraut. Als diese trotz tapferer Verteidigung fiel, geriet Hieronymus (Girolamo) in Gefangenschaft. Während der Gefangenschaft widmete er sich dem Gebet und der Meditation, und am 27. September 1511 war er vollkommen unerklärlich tatsächlich ein freier Mann. Der hl. Hieronymus schrieb die wundersame Befreiung dem Wirken der Jungfrau Maria zu und beschloss, sein Leben den Ausgegrenzten, Kindern und Kranken zu widmen. Er gründete mehrere Werke der Nächstenliebe und verstarb 1537 in Somasca (Lecco).

Seine Mission im Dienst der Waisenkinder und Jugendlichen wurde 1928 von Papst Pius XI. anerkannt, der ihn zum allgemeinen Patron der Waisen und verwahrlosten Jugend ernannte.

Anlässlich der 500-Jahr-Feier seiner wundersamen Befreiung hatte der von ihm gegründete Regularklerikerorden der Somasker ein Jubiläumsjahr einberufen. Papst Benedikt XVI. unterstrich in einer an die Somasker gerichteten Botschaft: „… Das Leben des venezianischen Laiengläubigen wurde gleichsam ‚neu gegründet‘, als er sich auf die Fürsprache der Mutter Gottes hin von den Ketten der Gefangenschaft befreit sah.“

Sein Vorgänger, der sel. Johannes Paul II., bezeichnete ihn als „Laien, der Laien anspornt, der hilft, uns jeder Armut unserer Jugend anzunehmen: der sittlichen, der physischen und der existentiellen.“

Der Orden feiert das Gedenkjahr mit einer Reihe von Konzerten, der Vatikanstaat gibt zusammen mit Italien Sondermmarken und eine Aerogrammreihe heraus, die an den venezianischen Heiligen erinnern.

Außerdem wurde der Bau zweier Schulen in Nigeria und Haiti vollendet. [jb]