Perpetua (2./3. Jahrhundert)

Eine der ältesten Märtyrerinnen des Christentums

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 300 klicks

Perpetua, die aus gutem Haus stammte, wurde im Jahr 202 oder 203 im römischen Karthago zusammen mit ihrer Sklavin Felicitas verhaftet, da sie Christin werden und das Taufsakrament empfangen wollte. Die Legende berichtet, ihr Vater habe vergeblich versucht, sie von ihrem Glauben abzubringen und so die Tochter und deren kleinen Sohn vor dem sicheren Tod zu retten. Noch während der Haft empfing die junge Frau die Taufe. In der Gefängniszelle betete Perpetua und hatte Visionen.

Auf Befehl des Kaisers Septimius Severus wurde sie mit ihren Gefährten in der Arena den wilden Tieren vorgeworfen. Schwer verletzt habe sie sich anschließend an einen der Henkersknechte gewandt, dessen Hand ergriffen und sich die Kehle selbst durchtrennt. Außer Perpetua starben an diesem Tag ihre Sklavin Felicitas, Satyrus, Saturninus, Revocatus und Secundinus auf diese Weise den Märtyrertod. Ihr Todestag ist der 7. März.

Besonders beeindruckend an der Geschichte der Perpetua ist, dass sie in der Nacht vor ihrem Martyrium ihr Martyrium aufzeichnete und der Nachwelt als Schriftzeugnis hinterließ. Die Gruppe der Märtyrer um Perpetua zählt zu den ältesten Märtyrern in der Geschichte des Christentums.

Nach ihrem Tod gedachte man besonders in Afrika und Karthago der Heiligen.