Persönliche Notizen von Papst Johannes Paul II. vollständig erhalten

"Es handelt sich um unschätzbare Reichtümer"

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WARSCHAU, 6. Juni 2005 (ZENIT.org).- Der neue Erzbischof von Krakau und langjährige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II., Msgr Stanislaw Dziwisz, bestätigte am Samstag, dass er die persönlichen Aufzeichnungen von Karol Wojtyla nicht verbrannt, sondern sie wegen ihres "unschätzbaren Wertes" für die Nachwelt aufbewahrt habe.



"Nichts ist verbrannt worden", soll Erzbischof Stanislaw Dziwisz gemäß einem Bericht von "Associated Press" am Samstag im polnischen Radio gesagt haben. Der 1939 geborene Pole hatte seinem ehemaligen Erzbischof und späteren Papst von 1966 bis zu dessen Tod am 2. April 2005 als Privatsekretär gedient.

Ursprünglich soll ihn Johannes Paul II. damit beauftragt haben, alle Notizen zu verbrennen. Aber Erzbischof Dziwisz ist nach eigenen Worten schon immer davon überzeugt gewesen, dass keine dieser Aufzeichnungen verloren gehen dürfe: "Alles soll für die Nachwelt und die künftigen Generationen aufbewahrt werden – jeder einzelne Satz. Es handelt sich um unschätzbare Reichtümer, die der Öffentlichkeit nach und nach zugänglich gemacht werden sollten", sagte er im polnischen Staatsradio.