Perspektiven der Euro-Zone - Eigenverantwortung statt Haftungsgemeinschaft

Manfred Maus neuer Vorsitzender der DG Köln des Bundes Katholischer Unternehmer

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KÖLN, 13. Dezember 2012 (ZENIT.org/BKU). - Bei der gestrigen Mitgliederversammlung der Diözesangruppe Köln des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) wurde Professor Manfred Maus, Vorsitzender SMT GmbH Maus Consulting & Services in Wermelskirchen und zuvor langjähriger Vorstand und Aussichtsrat der Baumarktkette OBI,  einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Maus folgt auf Jutta Stüsgen, die die deutschlandweit größte Regionalgruppe des BKU nach der schweren Erkrankung des gewählten Vorsitzenden, Fritz Roth aus Bergisch-Gladbach, zuletzt kommissarisch geführt hatte.  Stüsgen, auch Mitglied im BKU-Bundesvorstand,  wurde neben Anton Bausinger, Georg Adenauer und Gisela Manderla zu einer der vier stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Maus dankte Herrn Roth für sein langjähriges Engagement und betonte, dass die Kölner Gruppe in 2013/14 mit einem attraktiven Jahresprogramm sichtbar werden soll.

Anschließend fand die Jahresabschlussveranstaltung der Kölner BKU-Gruppe statt. Nach dem Orgelkonzert in St. Andreas hielt Professor Dr. Jürgen Donges vom Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln einen Festvortrag. Er sprach zur Lage und Perspektiven der Euro-Zone. Vor den über 90 Teilnehmern in der Residenz am Dom plädierte er dafür, zukünftig nicht den Weg einer Haftungsgemeinschaft zu gehen, sondern ganz im Sinne von Maastricht die Mitgliedsländer an ihre Eigenverantwortung zu erinnern. Erforderlich seien unter anderem sinkende Schuldenquoten, Strukturreformen, die Produktivitätsfortschritte bringen, und anspruchsvolle Eigenkapitalanforderungen. Bei der Regulierung des Finanzsystems in Europa sehe er allerdings Bedarf für eine übergreifende Lösung, sagte Donges.

*Der BKU: Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.