Peru: Caritas unterstützt friedliche Proteste der Indios im Amazonas

Humanitäre Hilfe für Opfer, Angehörige und Hinterbliebene - Aufruf zum Dialog - Forderung nach Aufklärung

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FREIBURG, 17. Juni 2009 (ZENIT.org).- Caritas international unterstützt friedliche Proteste der indigenen Bevölkerung gegen Gesetze und Dekrete der peruanischen Regierung, die die Nutzung und den Kauf von Land der indigenen Bevölkerung durch private Investoren zum Ziel haben.

Das Hilfswerk der deutschen Caritas kritisiert, dass im Vorfeld der blutigen Proteste vom 5. Juni, bei denen vermutlich 100 Menschen getötet und mehrere Hunderte verletzt worden waren, der indigenen Bevölkerung eine Mitsprache über die Nutzung der Ressourcen ihres eigenen Landes verweigert wurde.

Um Erdöl- und Erdgasvorkommen ausbeuten zu können sowie Anbaufläche für Agrotreibstoffe zu gewinnen, seien Menschenrechte und in Peru geltende Mitbestimmungsrechte missachtet worden.

Caritas international und der peruanische Partner CAAAP (Centro Amazonica de Antropologia y Aplicacion Practica) unterstützen die betroffene Bevölkerung bei der Wahrnehmung ihrer Rechte. Zudem werden Verletzte ärztlich versorgt sowie Hinterbliebene der Getöteten mit Nahrungsmitteln und Kleidung unterstützt. Für diese Hilfen stellt Caritas international 50.000 Euro zur Verfügung.

Regierung und indigene Gemeinschaften ruft das Hilfswerk auf, das Angebot der peruanischen Bischofskonferenz zum vermittelten Dialog zu nutzen. Ein erster Schritt müsse die Aufklärung der blutigen Ausschreitungen vom 5. Juni sein. Zu diesem Zweck fordert Caritas international die Einsetzung einer internationalen Untersuchungskommission.
Spenden mit Stichwort "Peru" werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de