Peru hofft auf Besuch Benedikts XVI.

Interview mit dem peruanischen Botschafter beim Heiligen Stuhl

| 423 klicks

ROM, 31. August 2007 (ZENIT.org).- Peru wartet auf den Papst. Während seiner Pastoralreise in den Andenstaat übermittelte der peruanische Staatspräsident Alan García Kardinal-Staatsekretär Tarcisio Bertone die Einladung an Papst Benedikt XVI., das Land erneut zu besuchen. Papst Benedikt hatte Peru 1986, als Kardinal Ratzinger, einen Besuch abgestattet.



In einem Gespräch mit ZENIT erklärte der Botschafter Perus beim Heiligen Stuhl, Alfonso Rivero Monsalve, dass das peruanische Volk die vom Heiligen Vater erwiesene geistliche und materielle Unterstützung nach dem Erbeben des 15. August sehr geschätzt habe. Der Diplomat bekräftigte gleichzeitig, dass es nur durch eine staatliche Politik und eine institutionelle Festigkeit möglich sei, der Situation der Armut, die im Andenstaat gegeben ist, Herr zu werden.

Nichts sei dem peruanischen Volk lieber als ein neuerlicher Besuch Joseph Ratzingers/Benedikts XVI., der das Land im Jahr 1986 als Kardinal besucht habe. Seine damaligen Predigten würden heute noch immer mit großem Interesse gelesen.

Der Botschafter brachte seine Dankbarkeit gegenüber den katholischen Organisationen für deren schnelle und effiziente Hilfe nach der Erdbebenkatastrophe zum Ausdruck. Dies gelte insbesondere auch für die von Kardinal Bertone überbrachte materielle und geistliche Unterstützung des Heiligen Vaters.

„Die Gegenwart des Kardinal-Staatsekretärs in den betroffenen Regionen als Repräsentant des Papstes war angesichts der Schmerzen der Menschen, die im Süden des Landes leiden müssen, ein Zeichen der Hilfe und der Solidarität. Gleichzeitig war dies eine Ermunterung, um in der Aufgabe des Wiederaufbaus fortzuschreiten.“

Der Päpstliche Rat Cor Unum ließ direkte Hilfen zukommen, während der Erzbischof von Lima, Kardinal Juan Luis Cipriani, verfügte, dass Laien und Priester in die betroffenen Zonen reisten.

Der Botschafter würdigte auch die Hilfe der italienischen Bischofkonferenz, die eine Million Euro zur Linderung der Not zur Verfügung gestellt hatte.

Zur Situation der Armut und der Korruption in Peru bekräftigte der Botschafter, dass sich Bevölkerung darum bemühen müsse, die Institutionen des Staates zu stärken, um wirksam gegen die Plage der Korruption zu kämpfen und so das Drama der Armut zu überwinden. Die peruanische Regierung unternehme große Anstrengungen, um die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen zu verringern.

Aus diesem Grund ist für den Botschafter der Aufruf Benedikts XVI. in Aparecida an die Katholiken Südamerikas, sich am Leben des Staates aktiv zu beteiligen, von wesentlicher Bedeutung.