Petrus Chrysologus (380/400-450)

Erzbischof von Ravenna und Kirchenlehrer

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 294 klicks

Petrus Chrysologus wurde um 380/400 in der Nähe von Imola geboren. In seiner Heimatstadt wurde er zum Priester geweiht und zwischen 424 und 431 zum Bischof von Ravenna, der  damaligen Hauptstadt des Weströmischen Reiches, ernannt. Im Jahr 431 wurde er außerdem Metropolit von Ravenna.

Petrus Chrysologus verfügte über beste Verbindungen zum Kaiserhof und pflegte enge Beziehungen zu Papst Leo dem Großen. Er hatte die große Gabe, wundervolle Predigten zu halten, was ihm auch seinen Beinamen „Chrsyologus“ – „Goldredner“ – einbrachte. Fast 200 Predigten sind von ihm erhalten. Petrus war volksnah und gelehrt; und so soll er sich immer bemüht haben, die Geduld seiner Zuhörer nie zu überreizen und seine Redezeit auf fünfzehn Minuten zu beschränken. Man sagt außerdem, dass Petrus an besonders heißen Tagen im Sommer vom Predigen abgesehen und eine Pause eingelegt habe.

Petrus Chrysologus soll am 3. Dezember 450 in seiner Heimatstadt gestorben sein. Es heißt, er habe sich dorthin aufgemacht, als er den Tod nahen spürte. Sein Grab befindet sich in San Cassiano, der Basilika Heimatstadt Imola. 1729 wurde ihm von Papst Benedikt XIII. der Titel eines Kirchenlehrers verliehen.