Pfarreien in der Erzdiözese München und Freising führen Umweltmanagement ein

Zertifizierung nach EU-Standard / Dankgottesdienst in St. Michael in München-Berg am Laim

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) | 237 klicks

Rund 20 Pfarreien in der Erzdiözese München und Freising schließen derzeit die Einführung eines Umweltmanagementsystems ab und lassen sich nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) validieren, dem höchsten Zertifizierungsstandard der Europäischen Union. In Kursen des Münchner Bildungswerks und des Kreisbildungswerks Ebersberg wurden über einen Zeitraum von einem Jahr etwa 25 Ehrenamtliche zu Kirchlichen Umweltauditoren ausgebildet und bei der Einführung des Umweltmanagementsystems in ihren Pfarreien begleitet. Die Pfarrei St. Michael in München-Berg am Laim feiert ihre Zertifizierung während der Bayerischen Klimawoche am Sonntag, 20. Juli, um 10.30 Uhr mit einem Dankgottesdienst zum Thema „Schöpfung“. 

Die Kurse im Landkreis Ebersberg und in der Stadt München folgen auf ein Pilotprojekt, bei dem bereits sieben Pfarreien im Landkreis Traunstein nach EMAS zertifiziert wurden. Die Ehrenamtlichen, die die Ausbildung zum Kirchlichen Umweltauditor absolvierten, setzten das erworbene Wissen während der Ausbildung in der eigenen Pfarrei Schritt für Schritt in die Tat um. Neben dem verantwortlichen Umgang mit Strom, Wärme, Wasser und Abfall ging es auch um Bewusstseinsbildung, zum Beispiel in Verkündigung und Bildungsarbeit. Die Kurse fanden im Rahmen des Projekts „Klimaschutz braucht Bildung“ statt. In diesem bayernweiten Projekt arbeiten die Umweltbeauftragten der bayerischen Diözesen und Erzdiözesen und die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Bayern zusammen: Die Umweltbeauftragten bringen ihre inhaltliche Kompetenz ein, die Katholische Erwachsenenbildung als Projektträger steuert ihr pädagogisch-didaktisches Wissen sowie ihre bis in die Pfarreien hinein reichende Struktur bei.
 
Um den Energieverbrauch von Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen nachhaltig zu reduzieren, legt die Erzdiözese auch bei Baumaßnahmen großen Wert auf Energieeffizienz. Ein Beispiel für einen Neubau mit einem nachhaltigen Energiekonzept ist das „Haus der Familie“ in Vaterstetten. Das Gebäude, das Kindergarten, Hort und Pfarrsäle der Pfarrei Zum Kostbaren Blut Christi beherbergt, wird mit Holzpellets geheizt und produziert den benötigten Strom mittels einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das „Haus der Familie“ wurde von der Bayerischen Architektenkammer als beispielhaftes Projekt für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ausgewählt und wird als eines von mehreren Gebäuden bei einer Exkursion mit dem „Klimabus“ im Rahmen der Bayerischen Klimawoche am Sonntag, 20. Juli, präsentiert (nähere Informationen: www.byak.de/start/aktuelles/klimabus-2014). (gob)

(Quelle: Webseitedes Erzbistums München und Freising, 14.07.2014)