Pfarreien müssen missionarische Pastoral umsetzen

Redebeitrag von Stanislav Lipovsek, Bischof von Celje (Slowenien)

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VATIKANSTADT, 18. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Während der 14. Generalkongregation der Bischofssynode am Dienstag, dem 16. Oktober, erkläre Bischof Stanislav Lipovsek von Celje (Slowenien) die Situation der Kirche in Slowenien zu Beginn des „Jahrs des Glaubens“. Er forderte einen verstärkt missionarischen Einsatz auf Pfarreiebene.

[Wir veröffentlichen den zusammengefassten Redebeitrag in einer Arbeitsübersetzung des Heiligen Stuhls:]

Ich spreche unter Bezugnahme auf Nr. 138 des Instrumentum laboris, wo steht, dass man den christlichen Gemeinschaften vor Ort, angefangen bei den Pfarreien, dabei helfen soll, einen mehr missionarischen Stil ihrer Präsenz innerhalb der sozialen Struktur anzunehmen.

In der Kirche in Slowenien wurde dieser missionarische Stil der Pfarreien in der Zeit nach dem Konzil in allem gefördert, als wir uns darum bemüht haben, die verschiedenen Anregungen und pastoralen Richtlinien der Konzilsdokumente und der nachkonziliaren Dokumente in die Tat umzusetzen. Auf Diözesanebene wie auch auf nationaler Ebene sind verschiedene „Pastoralforen“ eingerichtet worden, um das christliche Leben in den Pfarreien zu fördern, immer im Hinblick auf den zentralen Aspekt der heilbringenden Dimension der Kirche, die sich in der Evangelisierung, in der Liturgie und in der Diakonie entfaltet.

Im Vorfeld des „Jahrs des Glaubens“ 2012/2013 haben wir das auf nationaler Ebene verbreitete Pastoralschreiben „Venite et vedete“ vorbereitet, das eine Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der Pastoral ist und das in seinem zweiten Teil ein nationales Programm zur Förderung der Neuevangelisierung in unseren Pfarrgemeinden, in den verschiedenen Gruppierungen und unter den Mitarbeitern der Pfarreien enthält.

Unter der Führung der Bischöfe und der Koordination des nationalen Pastoralrates beginnen die Pastoralräte der Pfarreien das Pastoralprogramm zu studieren, zu vermitteln und in die Tat umzusetzen, damit die Mitglieder und Gruppen der Gemeinde ebenso wie alle Menschen guten Willens ins nationale Pastoralprogramm und ins christliche Leben eingeführt werden, mit dem Ziel eines lebendigen, wirksamen, freudigen und heilbringenden Glaubens.