Philippinen: Taifun-Opfer sind auf Soforthilfe angewiesen

Kirche in Not setzt auf Verteilung durch Dominikanerschwestern der Königin des Rosenkranzes

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MANILA/MÜNCHEN, 6. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Die Oberin der Dominikannerinen in Manila, Schwester Mary Brasil, hat sich mit einem dringenden Appell an das katholische Hilfswerk Kirche in Not gewandt:"Wir können nur noch weinen angesichts des Schmerzes, den die Menschen hier erfahren", sagte die Ordensschwester wörtlich.

Daraufhin stellte das weltweite katholische Hilfswerk für die von den Taifunen in den Philippinen besonders betroffenen Menschen eine Soforthilfe von 13 600 Euro zur Verfügung.

Wie die Organisation in München mitteilte, werden mit dem Geld zahlreiche Hilfspakete mit dringend benötigten Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Decken, Kleidung und Krankenbetten angeschafft und in die Diözesen Cubao und Antipolo geschickt.

Dominikanerschwestern der Königin des Rosenkranzes kümmerten sich um die Verteilung der Hilfsgüter an die betroffene Bevölkerung

Direkt nachdem der Taifun Ondoy (international: Ketsana) begleitet von sintflutartigen Regenfällen über die Insel Luzon hinweggefegt war, organisierten die Schwestern die Hilfe für die Opfer. Sie hätten warme Mahlzeiten an die Betroffenen in der 2,7-Millionen-Einwohner-Metropole Quezon verteilt, vor allem an Familien, die bereits auf der Straße gelebt und nun ihre Behausungen verloren hätten.

"Wir haben praktisch seit der Flut vor über einer Woche nicht geschlafen, denn wir wollen vor allem helfen", betonte Schwester Mary. Die Dominikanerschwestern engagieren sich nach Angaben von KIRCHE IN NOT auch in anderen Bezirken im Großraum der Hauptstadt Manila.

Schwester Mary berichtet von einem Dorf, in dem die meisten Häuser von den Fluten weggespült und 51 Dorfbewohner verletzt worden seien. Noch immer vermisse man 20 Einwohner. Ein ihr bekannter Einwohner habe seine Eltern, Ehefrau, zwei Söhne und einen Enkel bei diesem Taifun verloren. "Es ist schlimm genug, sein Haus, Hab und Gut zu verlieren -- um wie viel schlimmer muss es sein, Familienangehörige zu verlieren", sagte die Dominikanerschwester. Die Oberin bedankte sich ausdrücklich für die großzügige Unterstützung und das Mitgefühl von KIRCHE IN NOT.

Pater Werenfried van Straaten, der Gründer des Hilfswerks, habe zu Lebzeiten stets ein Herz für Menschen in Notlagen gehabt, wo Gott weine, sagte die Ordensschwester in Anspielung auf ein Buch des Gründers. Nach offiziellen Angaben sind bisher mindestens 250 Menschen durch den Taifun Ondoy und die anschließenden Überflutungen ums Leben gekommen, mehr als zwei Millionen Menschen sind unmittelbar von der Naturkatastrophe betroffen.

An diesem Wochenende fegte der Sturm Pepeng (international: Parma) mit Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde über die Nordspitze der Insel Luzon hinweg, 14 Menschen starben. Derzeit entwickelt sich auf dem Meer ein neuer starker Taifun, der die Philippinen bedroht. Meteorologen vermuten allerdings, dass er Richtung Japan abdrehen könnte.

KIRCHE IN NOT bittet unter dem Stichwort "Philippinen" um Spenden für die betroffenen Opfer auf das Konto Nr. 215 2002 bei der Liga-Bank München, BLZ 750 903 00 und ruft zum solidarischen Gebet auf. Spenden kann man auch im Internet auf www.kirche-in-not.de. Das weltweite Hilfswerk unterstützt seit vielen Jahren in dem Inselstaat die Arbeit von Ordensschwestern und Priestern sowie zahlreiche weitere pastorale Projekte.