Philippinische Pilger treffen Papst Franziskus

"Werdet nicht müde, nach dem Warum zu fragen"

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 333 klicks

Am gestrigen Nachmittag traf Papst Franziskus in Sankt Peter die aus allen Teilen der Welt angereisten philippinischen Pilger, die anlässlich der Segnung des Mosaiks von dem heiligen Pedro Calungsod nach Rom gekommen waren. Benedikt XVI. hatte Calungsod im vergangenen Jahr heiliggesprochen. Papst Franziskus sagte zu ihnen, es gebe tragische Geschehnisse, wie den Taifun auf den Philippinen, für die es keine Erklärung gebe. In solchen Momenten dürfe man nicht müde werden, wie die Kinder nach dem „Warum“ zu fragen.

„Wenn Kinder größer werden, verstehen sie vieles nicht und beginnen dem Vater oder der Mutter Fragen zu stellen: ‚Papa, warum? Warum? Warum?…‘ Weil das Kind nicht versteht. Aber wenn wir genau hinschauen, bemerken wir, dass das Kind nicht auf die Antwort seines Papas oder seiner Mama wartet… Das Kind braucht in dieser Unsicherheit, dass sein Papa und seine Mama es anschauen. Es braucht die Augen seiner Eltern, es braucht das Herz seiner Eltern.“

Der Pontifex unterstrich, nach dem „Warum“ fragen erwarte keine Erklärungen, sondern nur, dass der Vater uns anschaue. Dies sei in Momenten des Schmerzes die zentrale Frage, die er als das „Gebet nach dem Warum“ bezeichne.

„In diesen Momenten des großen Leidens werdet nicht müde zu sagen: ‚Warum?‘. Wie die Kinder… Und so lenkt ihr die Augen des Vaters auf sein Volk; ihr lenkt die Zärtlichkeit des Vaters des Himmels auf euch. Wie ein Kind, das fragt: ‚Warum? Warum?‘“

Abschließend versicherte Papst Franziskus dem philippinischen Volk seine Nähe, er begleite sie mit dem Gebet nach dem „Warum“.