Pilgerströme auf dem Weg zum ÖKT 2010 nach München

Besondere Ort in den Eröffnungsgottesdiensten vorgesehen

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MÜNCHEN, 8. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Zum 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 kommen die Besucher nicht nur mit Bus und Bahn. Ganze Pilgergruppen machen sich auf den Weg nach München. Im Hof von Regina Martyrum in Berlin, der Gedenkkirche für die Opfer des Nationalsozialismus, war mit einer Fahrradtour zum Brandenburger Tor am 4. Juli 2009 das Pilgerprojekt des 2. Ökumenischen Kirchentags gestartet worden. Seither ist ein wachsendes Interesse spürbar, heißt es in der jüngsten Ausgabe des der Informationsdienst der Gastgeber des 2. Ökumenischen Kirchentags 2010 Oktober 2009, der nun redaktionell gemeinsam von beiden gastgebenden Kirchen, dem Erzbistum München und Freising und der Evangelisch- Lutherischen Kirche in Bayern, gestaltet wird. Er soll informieren und er soll vor allem anregen, das Vorbereitungsjahr aktiv mitzugestalten.

Einzelne aber auch ganze Gemeinschaften wollen sich mit dem Rad und zu Fuß auf den Weg nach München machen. Andrea Wagner-Pinggéra, Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für den 2. Ökumenischen Kirchentag, freut sich schon jetzt auf „die Ankunft der Pilgerströme.“

„Es gibt ein ganzes Bündel von Gründen dafür, warum sich Pilgern im Augenblick einer derartigen Beliebtheit erfreut. Zwei davon scheinen mir besonders wichtig: Wir leben in einer Zeit, in der Spiritualität als praxis pietatis ganz allgemein an Bedeutung gewinnt“, so die Theologin im Gespräch mit dem Infodienst.

„Das Angebot ist groß: Neben Einkehrzeiten in Klöstern und Kommunitäten, Exerzitien und Meditationsübungen gehört eben auch das Pilgern in dieses weite Feld. Mit dem Unterschied zu früheren Zeiten übrigens, dass die Form in das Belieben des Einzelnen gestellt ist. Pilgern bietet darüber hinaus die Möglichkeit einer ganzheitlichen Erfahrung: Nicht nur der Kopf, nicht nur das Herz ist angesprochen, sondern Leib und Seele gemeinsam. In der Bewegung - ob zu Fuß oder mit dem Rad, ist eigentlich egal - auf ein Ziel kommt es fast zwangsläufig zu einer Begegnung mit dem eigenen Ich“.

Die Pilger werden in München „einen besonderen Ort in den Eröffnungsgottesdiensten bekommen“, so Andrea Wagner-Pinggéra. Die Planungen seien aber noch nicht abgeschlossen, erklärte sie. „Schon seit geraumer Zeit gibt es bei Katholiken- und Kirchentagen auch immer ein thematisches Pilger-Angebot. So wollen wir es auch in München halten. In den kommenden Wochen werden wir in die konkreten Planungen einsteigen, wie dieses Angebot in München aussehen kann“, so die Pfarrerin der Bayrischen Landeskirche. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir ein schönes und interessantes Programm hinbekommen werden“.