Pille danach: Schweizer Bischöfe ohne Stellungnahme zum Weg der Deutschen Bischofskonferenz

Bischof Markus Büchel: Informationspanne

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 1193 klicks

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben gestern die Schweizer Bischöfe dementiert, in der Frage der „Pille danach“ dem Weg der Deutschen Bischofskonferenz zu folgen, die die Abgabe einer „Pille danach“, die keine abtreibende, sondern lediglich eine verhütende Wirkung haben darf, erlaubt hatte.

Der St. Gallener Bischof Marcus Büchel betonte, es handle sich um eine Informationspanne. Wie KIPA, die Pressestelle der Schweizer Bischofskonferenz gestern berichtet hat, gebe es derzeit keine Stellungnahme der Schweizer Bischöfe zur ‚Pille danach‘ in Vergewaltigungsfällen. Die Bioethikkommission der SBK beschäftige sich zurzeit mit diesem Thema.

Bischof Büchel stellte richtig: „Die Schweizer Bischöfe warten die Ergebnisse dieser Beratung ab“.

Die deutsche Bischofskonferenz hatte in ihrer Entscheidung Präparate gebilligt, die keine abtreibende Wirkung haben. Lebensschützer und katholische Ärztevereinigungen aus verschiedensten Ländern hatten die Entscheidung kritisiert, weil es diese „neue Generation“ einer „Pille danach“ ohne abtreibende Wirkung gar nicht gebe. Sie sprachen von einer „Phantom-Pille“, deren angebliche Wirkweise auf einer Studie beruhe, die von der Vorsitzenden einer Abtreibungslobby-Organisation (Planned-Parenthood/Pro Familia) stamme.