Platz in Sarcelles (Frankreich) erinnert an die im Irak ermordeten drei Subdiakone und P. Ganni

Französische Kommunalpolitiker unterstützen Protestkundgebung chaldäischer Christen

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SARCELLES/PARIS, 14. Juni 2007 (ZENIT.org).- Der Bürgermeister der französischen Stadt Sarcelles, François Pupponi, hat einem der Plätze der 58.000-Einwohner-Ortschaft den Namen „Place de la Paix y de Quatre Martyrs“ („Platz des Friedens und der Vier Märtyrer“) gegeben, um so bleibend an die vier irakischen Christen zu erinnern, die am Dreifaltigkeitssonntag in Mosul ermordet wurden: den Pfarrer Ragheed Ganni und drei seiner Gehilfen.



Der Gedächtnisort in der Ile-de-France, dem Umland von Paris, wurde im Rahmen einer Protestkundgebung eingeweiht, an der mehr als 2.000 syrisch-chaldäische Iraker und deren Freunden teilgenommen hatten.

Die chaldäische Kirche und chaldäische Vereinigungen rund um Paris hatten am zur Kundgebung gegen das Massaker an den Christen im Irak aufgerufen. Unzählige Führungspersönlichkeiten aus französischen und irakischen Gemeinden waren der Einladung am vergangenen Sonntagnachmittag gefolgt. Hochrangige Politiker und Bürgermeister der umliegenden Ortschaften unterstützten den Protest.

Während der Zusammenkunft wurde besonders der ermordeten Christen im Irak gedacht. Die Teilnehmer appellierten an die internationale Gemeinschaft, sich für ein sofortiges Ende der Christenverfolgung einzusetzen.

Höhepunkt der Begegnung war ein gemeinsames Seelenamt für P. Ragheed Ganni und die drei Subdiakone in der St.-Thomas-Kirche, an dem mehr als 20 Bischöfe, Diakone, Ordenleute und Tausende von Christen teilnahmen.