Potsdam: Vortrag über die verfolgten Christen im Irak

Zeugnisse und Bilder eines Irakbesuchs und die Probleme der christlichen Minderheit

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KÖNIGSTEIN, 6. März 2012 (ZENIT.org/KIN). - Am Dienstag, dem 13. März, hält ein Mitarbeiter des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ in der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul in Potsdam einen Bildervortrag über die schwierige Situation der Christen im Irak. Der Referent, André Stiefenhofer, ist im Mai 2011 in den Nordirak gereist und erzählt in seinem Reisebericht mit über 300 farbigen Bildern vom Leben und den Problemen der christlichen Minderheit im Land.

„Der Irak hat eine uralte christliche Tradition, die noch auf den heiligen Apostel Thomas zurückgeht“, berichtet er. Seit dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 und im darauf folgenden Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten sowie zwischen Arabern und Kurden seien die Christen jedoch zwischen alle Fronten geraten. „Von den einst 1,2 Millionen irakischen Christen leben heute noch etwa 300.000 im Land“, schätzt Stiefenhofer. Alle anderen seien ins Ausland geflohen, viele seien ermordet worden. „Unser Hilfswerk möchte den verbliebenen Christen im Land wieder eine Perspektive geben. Darum informieren wir regelmäßig über die aktuelle Situation im Irak und sammeln Spenden für die dortige Kirche“, erklärt er.

Der Vortrag beginnt am Dienstag, dem 13. März, um 19.30 Uhr in der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul (Pater Bruns Haus), Am Bassin 2, 14467 Potsdam.

Bei „Kirche in Not“ in München ist ein weiterführendes Buch mit dem Titel „Der Irak - Christen im Land der Propheten“ erschienen. Das Buch ist im Anschluss an den Vortrag unentgeltlich erhältlich oder kann hier bestellt werden.