Präfekt des Päpstlichen Hauses Gänswein stößt auf Deutschland an

Keiner der beiden Päpste sah das gestrige Finalspiel der WM live

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 178 klicks

Wie der Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI., Georg Gänswein, in einem Gespräch mit Radio Vatikan sagte, habe er nach dem gestrigen Finalspiel der Weltmeisterschaft in Brasilien zwischen Deutschland und Argentinien auf den Gewinner Deutschland angestoßen, er habe das Spiel live verfolgt. Er sagte, er habe sich das Spiel zu Hause im Kloster Mater Ecclesiae zusammen mit den Haushälterinnen des emeritierten Papstes angeschaut, Benedikt XVI. selbst sei vorher zu Bett gegangen. Gänswein sagte:

„Ich habe ihn eingeladen es sich anzuschauen, er hat es aber genauso wie Papst Franziskus vorgezogen, es sich nicht anzuschauen und sich am nächsten Tag lieber vom Ergebnis informieren zu lassen, sodass ich nicht weiß, wie er das verfolgt hätte. Er hat es nicht gesehen.“ 

Er habe auf eine Einladung des argentinischen Sekretärs von Papst Franziskus verzichtet, das Spiel gemeinsam zu schauen, da er allein unter zahlreichen Argentiniern gewesen wäre. Am heutigen Morgen habe er dem Sekretär kondoliert, allerdings sei Eins zu Null ein Resultat, das nicht demütige, eine wichtige Tatsache für beide Teams, so Gänswein. In dem Interview mit Radio Vatikan sagte er, es habe ihn gefreut, dass der Vatikan und die beiden Päpste Grund für Sympathiewerbung gewesen seien. Nach Ansicht von Gänswein habe der Vatikan über das sportliche Element viele Sympathiepunkte gewonnen.

Gänswein sagte, er teile die in den vergangenen Wochen von Papst Franziskus geäußerten Stellungnahmen, der Sport erweitere die Horizonte der Menschen, fördere die Begegnung und das Potential des friedlichen Austauschs. Papst Franziskus hatte mit großem Interesse an der WM teilgenommen, indem er zu Beginn des Ereignisses in Brasilien eine Botschaft schrieb, am Samstag twitterte er, der Fußball fördere die Begegnung und könne Frieden stiften. Diesbezüglich sagte Gänswein:

„Überall dort, wo Menschen zusammenkommen, auf sportlicher Ebene, und überall dort wo dieses Interesse einen großen Einfluss weltweit hat, ist es wichtig, dass die Kirche, dass der Vatikan, dass der Glaube präsent sind. Denn Menschen, die Fußball spielen, sind – man hat es ja oft auch gesehen, Spieler, die sich bekreuzigen und so weiter – sind Menschen, die auch glauben. Wenn ich die sportliche Welt einfach wegschneide von der normalen gläubigen Welt, schneide ich etwas Wesentliches weg. Das darf nicht passieren, und das ist auch nicht passiert, insofern bin ich sehr froh, dass auch über den Monat Juli, über die verschiedenen Formen der Teilnahme, ein positives Bild der Kirche und des Vatikans in die Welt hinaus gesandt wurde.“