Präsident Albaniens in Audienz beim Papst

Albanien auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft

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VATIKANSTADT, 8. Mai 2012 (ZENIT.org) - Benedikt XVI. und Bamir Topi, Präsident von Albanien, sprachen in einer Audienz am letzten Samstag über den Weg der Nation zur vollen Integration in die Europäische Union, wie der Heilige Stuhl verlauten ließ.

Nach seiner Audienz bei Benedikt XVI. traf Topi mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, der von Erzbischof Dominique Mamberti, dem Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, begleitet wurde, zusammen.

Die Gespräche behandelten die „guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Albanien“, so das Kommuniqué, sowie „Fragen von beiderseitigem Interesse in Bezug auf die Beziehungen zwischen der Kirche und dem Staat und der Gesellschaft, den interreligiösen Dialog und den Beitrag der Kirche in den Bereichen Bildung und sozialer Dienste.“

Der Präsident und der Heilige Vater brachten auch die „aktuelle internationale und regionale Situation mit speziellem Schwerpunkt auf der Wirtschaftskrise“ zur Sprache.

Von Italien aus gleich hinter der Adria gelegen, bleibt Albanien nach wie vor eines der ärmsten Länder Europas, nachdem es 1991 für seine Unabhängigkeit gegen die kommunistische Herrschaft unter der UdSSR und dann unter China gekämpft hatte.

Es ist schwierig, nach den Jahren des staatlichen verordneten Atheismus die Religionszugehörigkeit der Albaner zu beurteilen, da keine aktuellen Statistiken verfügbar sind. Dennoch wird geschätzt, dass es 70 Prozent Muslime, 20 Prozent Orthodoxe und 10 Prozent Katholiken gibt.

[Übersetzung des englischen Originals von Jan Bentz]