Präsident des Europäischen Rates bei Papst Benedikt

Förderung der Religionsfreiheit

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VATIKANSTADT, 14. November 2011 (ZENIT.org). – Papst Benedikt XVI. hat am vergangenen Samstag den Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, in Audienz empfangen, wie das Pressebüro des Heiligen Stuhls verlauten ließ. Es folgte ein Treffen mit Kardinalstaatssekretär Tarcicio Bertone, begleitet von Erzbischof Dominique Mamberti, dem Sekretär für die Beziehungen zwischen den Staaten.

Die in herzlicher Atmosphäre geführten Gespräche boten die Möglichkeit zum fruchtbaren Austausch über die internationale Situation und den Beitrag, den die katholische Kirche zur Europäischen Union leisten will.

Im weiteren Verlauf wurde auch die Förderung der Menschenrechte, besonders der Religionsfreiheit angesprochen.

Bei seinem Vortrag an der päpstlichen Gregoriana-Universität hatte Van Rompuy hervorgehoben, dass Europa als kleinster Kontinent der Welt durch seine Moral der Caritas zum Wohl der Gesellschaft besonders wichtig sei.

Europa sei durch die Spiritualität Benedikts, des Patrons Europas, geschaffen worden. Der Einfluss des Christentums manifestiere sich zutiefst in den Strukturen, andere Denkstrukturen seien hinzugekommen.

Der Mensch sei mit seinen Rechten und seinen Pflichten auf den anderen hingeordnet.

Der natürliche und geistige Reichtum Europas sei der vieler Völker, vieler Nationen, vieler Kulturen, aber auch gleichzeitig der einer Gesellschaft, die auf den Prinzipien der Gleichwertigkeit von Mann und Frau, der Demokratie der Trennung von Staat und Kirche basiere.