Präsident Napolitano würdigt „Caritas in veritate“

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ROM, 18. Juli 2009 (ZENIT.org).- Die Enzyklika Caritas in veritate lenke die Aufmerksamkeit einer Welt, die von tiefen Sorgen und epochalen Umwälzungen gezeichnet sei, „auf die zentralen Themen, die das Leben des Menschen in Beziehung mit seinesgleichen und die großen Fragen betreffen, die unsere Gesellschaften berühren“.


 
Mit diesen Worten richtet sich der Präsident der italienischen Republik, Giorgio Napolitano, in einem Brief an Papst Benedikt XVI. Gestern, Freitag, berichtete die vatikanische Zeitung „Osservatore Romano“ von diesem Schreiben.

Der Präsident versichert darin, dass er das päpstliche Dokument mit „großem Interesse“ gelesen habe. Die Enzyklika trage die Botschaft der Papstes in eine Gesellschaft hinein, die in diesen Jahren Sorgen und Ungewissheiten ausgesetzt sei. Dies sei nicht nur wegen der Zukunftsaussichten für Weltwirtschaft und Entwicklung der Fall, sondern auch aufgrund der Veränderungen, die sich in den zwischenmenschlichen Beziehungen, in der Welt der Unternehmen und der Arbeit, in den Beziehungen zwischen den Bewohnern des Planeten und der Umwelt abzeichnen würden.

Präsident Napolitano bringt die Hoffung zum Ausdruck, dass die in der Enzyklika angesprochenen Themen, die „von jenem roten Faden verbunden werden, den Sie im Text so klar haben sichtbar werden lassen“, einen Nachdenkprozess anstoßen werden, der allen zum Wohl gereiche.

Napolitano verweist vor allem auf jenen Abschnitt der Enzyklika, in dem Benedikt XVI. hervorhebt, dass die soziale Frage in radikaler Weise zu einer anthropologischen Frage geworden sei (Nr. 75). Es handle sich hierbei um eine Einladung dazu, tiefer über viele Aspekte des Lebens und der Gesellschaften nachzusinnen.

Abschließend versichert Napolitano den Papst seiner Hochachtung und seiner aufmerksamen Anteilnahme an der Verwirklichung seiner alltäglichen und „höchst anspruchsvollen Sendung“.