Präsident von „Kirche in Not“, neues Mitglied des Päpstlichen Rates „Cor Unum“

P. Joaquín Alliente leitet das Hilfswerk seit Oktober 2008

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ROM/KÖNIGSTEIN, 8. Mai 2009 (ZENIT.org).- Der Präsident des internationalen katholischen Hilfswerkes Kirche in Not, Pater Joaquín Alliende, ist von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB zum Mitglied des Päpstlichen Rates „Cor Unum“ ernannt worden.



„Cor Unum“ ist der Päpstliche Rat, der die Arbeit der katholischen Hilfswerke auf der ganzen Welt koordiniert und ihre Initiativen begleitet und fördert. Er wurde 1971 von Papst Paul VI. gegründet.

Pater Joaquín Alliende, der in Santiago de Chile geboren wurde und dem Säkularinstitut der Schönstattpatres angehört, ist seit Oktober 2008 der internationale Präsident des pastoralen Hilfswerkes, das im Jahr 1947 von dem als „Speckpater“ legendär gewordenen niederländischen Prämonstratenserpater Werenfried van Straaten gegründet wurde. „Kirche in Not“ ist ein Hilfswerk päpstlichen Rechtes, das unmittelbar der Kleruskongregation des Vatikans untersteht und in rund 140 Ländern der Welt das Wirken der Katholischen Kirche fördert.

Als theologischer Experte war Alliende sowohl aktiv als auch in beratender Funktion an den letzten drei Generalversammlungen des Lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) beteiligt, die 1979 im mexikanischen Puebla, 1992 in Santo Domingo und 2007 im brasilianischen Aparecida stattfanden. Zudem war er für den Weltkirchenrat in Genf tätig und ist bis heute Mitglied zahlreicher theologischer Kommissionen in verschiedenen Ländern.

Sein besonderes Interesse als Präsident von „Kirche in Not“ gilt der Förderung des interkonfessionellen Dialogs mit der russisch-orthodoxen Kirche, für den sich das Werk auf ausdrücklichen Wunsch der letzten beiden Päpste besonders einsetzt. Erst kürzlich ist Alliende mit dem neuen Patriarchen von Moskau, Patriarch Kirill, zusammengetroffen.

Pater Alliende hatte das internationale Hilfswerk in den 1960er-Jahren kennen gelernt. Seit 1978 war er als Konsultor für theologische Fragen Mitglied des Generalrates von „Kirche in Not“ tätig, von 1999 bis 2008 war er Internationaler Geistlicher Assistent des Werkes.