"Pressekonferenz" im Flugzeug: Benedikt XVI. über das Ziel seiner Spanienreise und die Vorbereitung auf den Besuch in Bayern

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ROM/VALENCIA, 10. Juli 2006 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. erklärte am Samstag jenen 64 Journalisten, die ihn beim Flug nach Valencia (Spanien) begleiten durften, dass seine Teilnahme am Weltfamilientreffen nicht dazu diene, eine Kontroverse heraufzubeschwören, sondern vielmehr darum, die Familien in der ganzen Welt zu ermutigen.



Wie bei Papst Johannes Paul II. gang und gäbe, so begab sich Papst Benedikt XVI. während seines Fluges von Rom nach Valencia in das für Journalisten reservierte Flugabteil, um mit ihnen zu sprechen und unter anderem zwei Fragen zu beantworten.

In Bezug auf die Bedeutung seines Besuchs im "schönen Spanien" erläuterte der Heilige Vater, dass er den Menschen eine "Botschaft der Ermutigung" bringen wolle.

Danach wurde Benedikt XVI. von einem der anwesenden Reporter zum Widerspruch der kirchlichen Lehraussagen über die Familie und den derzeit geltenden spanischen Ehe- und Familiengesetzen befragt, in denen gleichgeschlechtlichen Paaren volle rechtliche Anerkennung zuteil wird sowie die Möglichkeit, Kinder zu adoptieren.

"Ich möchte nicht direkt mit den negativen Aspekten beginnen, weil ich an jene Familien denke, die einander lieben und die glücklich sind", erwiderte der Heilige Vater. "Wir wollen diese Wirklichkeit stärken, weil sie es ist, die Hoffnung für die Zukunft gibt."

Der Papst erklärte weiterhin, dass es gewiss auch Dinge gebe, die dem christlichen Glauben widersprächen. Seine Absicht sei es aber zu vermitteln, dass Mann und Frau von Natur aus aufeinander hingeordnet seien und auf diese Weise der Menschheit eine Zukunft gäben. Darum wolle er das Positive unterstreichen: um verständlich zu machen, warum die Kirche bestimmte andere Aspekte nicht akzeptieren könne.

Auf die Frage, wie sich der Heilige Vater auf seine Reise im September nach Bayern vorbereite, entgegnete der Papst: "Einerseits bereite ich meine Ansprachen vor und andererseits mein Herz – obwohl ich sagen muss, dass mein Herz stets offen ist für Deutschland, so wie ja auch für Spanien."