Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz

Deutsche Bischofskonferenz trauert um Bischof em. Rudolf Müller

Rom, (ZENIT.org) | 1005 klicks

Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz

28.12.2012
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Deutsche Bischofskonferenz trauert um Bischof em. Rudolf Müller

Erzbischof Zollitsch: Die Versöhnung mit den polnischen Nachbarn lag ihm am Herzen

Die Deutsche Bischofskonferenz trauert um den am 1. Weihnachtstag verstorbenen ehemaligen Bischof von Görlitz, Bischof Rudolf Müller. In einem Beileidsschreiben an den Bischof von Görlitz, Bischof Wolfgang Ipolt, würdigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, den Verstorbenen als engagierten Seelsorger.

„Bischof Rudolf war für unsere Konferenz über viele Jahre ein wichtiger Brückenbauer nach Polen … Vor allem suchte er Zeit seines Lebens nach einer Aussöhnung mit dem polnischen Volk, wofür wir ihm besonders für seinen Einsatz in der deutsch-polnischen Kontaktgruppe dankbar sind“, so Erzbischof Zollitsch. „Das Neiße-Bistum Görlitz wurde für ihn zur Heimat, in der er 25 Jahre lang bischöflich wirken konnte: Dabei durfte er die Gründung des Bistums Görlitz erleben und es von 1994 bis 2006 leiten.“ Der verstorbene Bischof Rudolf Müller habe sich engagiert für die deutsche Einheit eingesetzt: „Mit vielen Besuchen auf der anderen Seite der Neiße brachte er dies zum Ausdruck und machte deutlich, dass die Einheit unseres Landes zugleich auch die Versöhnung mit den Nachbarn bedeutet“, schreibt Erzbischof Zollitsch. „Viele Jahre hat der Verstorbene die Vollversammlungen der Bischofskonferenz mit seinen Beiträgen bereichert. Die Wortmeldungen im Ständigen Rat waren stets vom Wunsch getragen, die Anliegen der Diaspora einzubringen. So hat uns Bischof Rudolf immer wieder eindringlich vor Augen gehalten, wie die Lebenssituation in Ostdeutschland ist und was es heißt, dort den Glauben zu vermitteln.“ Die Deutsche Bischofskonferenz trauere um einen Mitbruder, der in seinem Bistum wie weit über die Bistumsgrenzen hinaus bei den Gläubigen gleichermaßen beliebt und geschätzt gewesen sei. „Seine klare Sprache und seine orientierenden Worte waren vielen Menschen Stütze und Halt“, so Erzbischof Zollitsch.