Priester zeigen uns: „Ja, es gibt jemanden, der uns trägt"

Persönliches Zeugnis von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch

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BONN, 19. Juni 2009 (ZENIT.org ).- Wir veröffentlichen das persönliche Zeugnis, das der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, aus Anlass des heute beginnenden Priesterjahres für die Leserinnen und Leser von ZENIT geschrieben hat. Das Priesterjahr findet zur Feier des 250. Todestages des Pfarrers von Ars Jean-Marie Vianney (8. Mai 1786 - 4. August 1859) statt, dem Patron der Pfarrer und Beichtväter.

Im Rahmen der ZENIT-Interviewreihe „Hirten der Kirche in Deutschland" skizzierte Erzbischof Zollitsch im Oktober 2006 mit wenigen Worten seinen Weg zum Priestertum (vgl. Nicht mehr, sondern das Wesentliche tun). 

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Priestersein bedeutet für mich: meinen Dienst und mein Leben ganz in die Nachfolge Jesu Christi zu stellen. Ich bin gerne Priester. Es erfüllt mich, für die Menschen da zu sein und gemeinsam mit ihnen die Spuren Gottes zu entdecken.

Als Priester braucht es immer wieder neu der Vergewisserung unserer Aufgabe, unserer Berufung und Sendung, Zeugen des Evangeliums zu sein. Ganz bewusst stelle ich meinen Dienst - als Christ, Priester und Bischof - unter meinen bischöflichen Wahlspruch: „In fidei communione - In der Gemeinschaft des Glaubens".

Gemeinsam sind wir unterwegs. Zu dieser Gemeinschaft des Glaubens gehören Laien und Priester gleichermaßen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns immer neu an das allgemeine Priestertum aller Gläubigen und das besondere Priestertum der Weihe erinnern.

Ich wünsche mir im Priesterjahr und darüber hinaus viele neue Berufungen, den Mut junger Männer, Ja zu einem Leben mit Jesus Christus zu sagen. Wir brauchen Priester unter uns, die durch ihr Leben und Wirken bezeugen: „Ja, es gibt jemanden, der uns trägt, der für uns da ist, der unser Leben führt und begleitet: Gott."